An der LMU hergestellte Perowskit-Solarzellen sollen der Frage nach der Beständigkeit gegenüber extremen Temperaturschwankungen auf den Grund gehen. Foto: Aydin Group

Perowskit-​Solarzellen gegen Hitze- und Kälte­stress schützen

von | 25. Juni 2026

Perowskit-​Solarzellen erreichen hohe Wirkungs­grade, scheitern jedoch oft an Tempe­ra­tur­schwan­kungen. Neue mole­kulare Ansätze stabi­li­sieren Material und Grenz­flächen, steigern die Effizienz und ermög­lichen erstmals robuste Anwen­dungen unter extremen Bedin­gungen – von Dächern bis zur Raumfahrt.

An der LMU herge­stellte Perowskit-​Solarzellen sollen der Frage nach der Bestän­digkeit gegenüber extremen Tempe­ra­tur­schwan­kungen auf den Grund gehen.

Perowskit-​Solarzellen gelten als Hoff­nungs­träger der Photo­voltaik: Sie sind kosten­günstig herstellbar und erreichen bereits heute hohe Wirkungs­grade. Doch ihre Achil­les­ferse liegt in der mecha­ni­schen Stabi­lität. Gerade unter realen Bedin­gungen – etwa bei täglichen Tempe­ra­tur­wechseln zwischen Frost und Hitze – geraten die Mate­rialien unter Stress. Unter­schied­liche Ausdeh­nungen innerhalb der Zell­struktur führen zu Span­nungen, die Risse, Ablö­sungen und letztlich Leis­tungs­ab­fälle verur­sachen. Besonders ausge­prägt ist dieses Problem im Weltraum, wo Solar­zellen in kurzer Zeit Tempe­ra­tur­schwan­kungen zwischen etwa ‑80 und +80 Grad Celsius ausge­setzt sind.

Forschende der Ludwig-​Maximilians-​Universität München (LMU) um Dr. Erkan Aydin haben genau hier angesetzt und eine neue Strategie entwi­ckelt, um diese Schwach­stelle gezielt zu adres­sieren. Ihr Fokus liegt auf der Stabi­li­sierung der Korn­struktur im Perowskit-​Material sowie der Grenz­flächen innerhalb der Solar­zelle, insbe­sondere der Verbindung zwischen Perowskit-​Schicht und Substrat. Ziel ist es, die Zellen wider­stands­fä­higer gegenüber ther­mi­scher Mate­ri­al­er­müdung zu machen – ein entschei­dender Schritt für Anwen­dungen unter extremen Umwelt­be­din­gungen. Die Ergeb­nisse wurden in Nature Commu­ni­ca­tions veröffentlicht. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Effizient heizen mit Wasser­stoff und Katalysator

Effizient heizen mit Wasser­stoff und Katalysator

Die Dekarbonisierung des Wärmesektors wird häufig auf Wärmepumpen und Fernwärme reduziert. Doch gerade in Industrie und Gewerbe stößt eine vollständige Elektrifizierung an technische und wirtschaftliche Grenzen. Hohe Vorlauftemperaturen, begrenzte...

Grüne Projekte grün finanzieren

Grüne Projekte grün finanzieren

Green Finance ist auch für kommunale Versorger zunehmend eine Notwendigkeit. In der Praxis dominieren kombinierte Finanzierungsmodelle aus Fördermitteln, Krediten, Eigenkapital und marktbasierten Instrumenten. Entscheidend ist dabei die Fähigkeit, diese Bausteine...

Erster flexibler Netz­an­schluss für Biogasanlage

Erster flexibler Netz­an­schluss für Biogasanlage

Flexible Netzanschlussverträge ermöglichen einen schnelleren Anschluss von Grünstrom-Einspeisern aus Biogasanlagen und können zugleich die Kosten für den Netzausbau senken. In Schleswig-Holstein wurde nun erstmals eine solche Anlage ans Netz gebracht. Grünstrom...