Medikamentenrückstände, Hormone und PFAS belasten zunehmend Gewässer und Trinkwasserressourcen. Neue EU-Vorgaben erhöhen den Druck auf die Wasserwirtschaft, wirksame Lösungen zu finden. Welche Technologien bei der Entfernung dieser Mikroschadstoffe künftig eine Schlüsselrolle spielen, erläutert Prof. Dr. Harald Horn vom KIT.
springerprofessional.de: Medikamentenrückstände, hormonaktive Substanzen und PFAS gelten inzwischen als Dauergäste im Wasserkreislauf. Wie schätzen Sie die Umwelt- und Gesundheitsgefahr ein – auch mit Blick auf die Trinkwasserversorgung?
Harald Horn: Ich bin kein Toxikologe, aber grundsätzlich gilt: Diese Stoffe gehören nicht in die Umwelt – Punkt. Unser Lebensstil bringt jedoch täglich Stoffströme in Gang, deren Rückstände kaum schadlos zu beseitigen sind. Gerade bei Medikamenten oder PFAS sprechen wir von Substanzen, die für eine hohe Funktionalität im Körper oder in technischen Anwendungen optimiert sind – und eben nicht für den biologischen Abbau. …
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