Interview mit Johannes Kretschmar, Experte für Monitoring und Wärmepumpensysteme im Fachbereich Klimaneutrale Gebäude bei der dena.
Wie groß ist das Potenzial der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im Bestand?
Das Potenzial ist erheblich. Wärmepumpen dominieren bereits im Neubau von Einfamilienhäusern und werden zunehmend auch in Mehrfamilienhäusern im Bestand eingesetzt. In Kombination mit Photovoltaik lassen sich die Betriebskosten deutlich senken – unabhängig vom solaren Deckungsanteil. Besonders im Sommer kann PV-Strom effizient für die Trinkwassererwärmung genutzt werden. Feldmessungen von Fraunhofer ISE und dem Institut Wohnen und Umwelt zeigen, dass sich in Einfamilienhäusern etwa 15 bis 40 Prozent des Wärmepumpenstroms über PV decken lassen. In Mehrfamilienhäusern fällt dieser Anteil aufgrund begrenzter Dachflächen geringer aus.
In welchen Gebäuden funktioniert die Kombination besonders gut?
Grundsätzlich ist sie in allen Gebäudetypen umsetzbar. Je größer die Dachfläche und je geringer der Wärmebedarf – etwa bei gut gedämmten Gebäuden –, desto höher der Eigenverbrauch. Mit Batteriespeicher kann knapp die Hälfte des Wärmebedarfs gedeckt werden. Aber auch bei ungünstigeren Voraussetzungen lohnt sich die Kombination, da sie die Wirtschaftlichkeit der PV-Anlage verbessert. …
Gekürzt. Geschrieben für Immobilienwirtschaft. Der vollständige Beitrag erschien in der Nummer 03/2026. Gratis testen unter https://www.haufe-immobilienwirtschaft.de





0 Kommentare