Am Standort Bitterfeld-Wolfen zeigt die Verbio SE, wie regenerative Brennstoffe auch für die chemische Produktion eingesetzt werden können. In einem innovativen Anlagenverbund entsteht aus heimischem Raps(öl) nicht nur Biodiesel, sondern in weiteren Verarbeitungsschritten auch eine Vielzahl hochwertiger Produkte für die Kosmetik‑, Pharma- und Lebensmittelindustrie. Ab Mitte 2026 wird der Produktkreislauf zudem um die Herstellung biobasierter Chemikalien erweitert.
Der Standort steht damit für einen Ansatz, der weit über die klassische Biokraftstoffproduktion hinausgeht: maximale Rohstoffnutzung, hohe CO₂- und Ressourceneffizienz sowie eine konsequente Erweiterung der Wertschöpfungstiefe. Mit der neuen Tochtergesellschaft Verbio Chem und der geplanten Inbetriebnahme der weltweit ersten Ethenolyseanlage auf Basis von Rapsmethylester (Biodiesel) im Herbst 2026 geht das Unternehmen nun den nächsten Schritt – hin zur großtechnischen Produktion biobasierter Chemikalien.
Seit 2001 produziert Verbio in Bitterfeld Biodiesel und Glycerin aus Rapsöl. „Im Prinzip ist der Kern der Anlage die Biodieselproduktion, die wir mittlerweile auf mehr als 250.000 Tonnen pro Jahr gesteigert haben“, erklärt Jörg Pfeiffer, Geschäftsführer des Standorts. Bereits früh sei jedoch klar gewesen, dass es nicht bei der Kraftstoffproduktion bleiben sollte. Die Idee, die gesamte Wertschöpfungskette abzubilden, habe es von Anfang an gegeben. Ein entscheidender Schritt erfolgte 2015 mit der Erweiterung um die Sterolproduktion. Was ursprünglich bereits im ersten Genehmigungsbescheid vorgesehen war, wurde damit Realität: die Mehrfachnutzung der eingesetzten Rohstoffe und die gezielte Erschließung zusätzlicher Produktmärkte. …
Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 7÷8−2026.. Der vollständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kostenfreien Probeabo, dem Artikelkauf oder den verschiedenen Abonnement-Paketen geht es hier.





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