Andreas Obst. Foto: Fraunhofer CSP

„PV-​Recycling funk­tio­niert nur in Teilen gut”

von | 8. Oktober 2026

Der Photovoltaik-​Boom wirft zwangs­läufig die Frage nach dem Recycling von Modulen auf. In Europa und weltweit werden immer mehr Anlagen ans Netz gebracht. Gleich­zeitig erreichen die ersten großen PV-​Installationen aus den 2000er- und frühen 2010er-​Jahren ihr Lebensende. Eine Wieder­ver­wertung im Sinne der Kreis­lauf­wirt­schaft wird damit zunehmend dringlich. Denn in den Modulen stecken wertvolle Mate­rialien wie Glas, Aluminium, Kupfer und Silber. Doch gerade die Trennung der zentralen Schichten – Glas, EVA-​Folie und Solar­zelle – stellt bis heute einen tech­ni­schen Engpass dar. Wo stehen wir also beim Modul-​Recycling? Darüber haben wir mit Andreas Obst gesprochen. Er ist Projekt­ma­nager Recycling am Fraun­hofer CSP und beschäftigt sich seit 2014 intensiv mit dem Thema.

E&M: Die Trennung von Glas, EVA-​Folie und Solar­zelle gilt als zentraler Engpass im PV-​Recycling. Wo liegen heute konkret die physi­ka­li­schen Grenzen der Dela­mi­nation – und welche Verfahren haben das Potenzial, diese indus­triell zu überwinden?

Andreas Obst: In der Praxis gibt es bereits Verfahren, die in größerem Maßstab einge­setzt werden. Die genauen Grenzen hängen aller­dings stark vom jewei­ligen Prozess ab und liegen oft im Detail der einge­setzten Tech­no­logien. Ther­mische Verfahren wie Pyrolyse funk­tio­nieren grund­sätzlich, haben aber den Nachteil, dass die Polymere –etwa die EVA-​Folie – dabei zerstört werden. Mecha­nische oder ther­mo­me­cha­nische Verfahren stoßen dagegen schnell an physi­ka­lische Grenzen, etwa bei der sauberen Trennung fest verbun­dener Schichten. Welche Verfahren sich lang­fristig durch­setzen, hängt stark von den jewei­ligen Anla­gen­be­treibern ab – hier ist vieles noch im Fluss.


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 10/​2026.. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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