Perowskit-Solarzellen erreichen hohe Wirkungsgrade, scheitern jedoch oft an Temperaturschwankungen. Neue molekulare Ansätze stabilisieren Material und Grenzflächen, steigern die Effizienz und ermöglichen erstmals robuste Anwendungen unter extremen Bedingungen – von Dächern bis zur Raumfahrt.
An der LMU hergestellte Perowskit-Solarzellen sollen der Frage nach der Beständigkeit gegenüber extremen Temperaturschwankungen auf den Grund gehen.
Perowskit-Solarzellen gelten als Hoffnungsträger der Photovoltaik: Sie sind kostengünstig herstellbar und erreichen bereits heute hohe Wirkungsgrade. Doch ihre Achillesferse liegt in der mechanischen Stabilität. Gerade unter realen Bedingungen – etwa bei täglichen Temperaturwechseln zwischen Frost und Hitze – geraten die Materialien unter Stress. Unterschiedliche Ausdehnungen innerhalb der Zellstruktur führen zu Spannungen, die Risse, Ablösungen und letztlich Leistungsabfälle verursachen. Besonders ausgeprägt ist dieses Problem im Weltraum, wo Solarzellen in kurzer Zeit Temperaturschwankungen zwischen etwa ‑80 und +80 Grad Celsius ausgesetzt sind.
Forschende der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) um Dr. Erkan Aydin haben genau hier angesetzt und eine neue Strategie entwickelt, um diese Schwachstelle gezielt zu adressieren. Ihr Fokus liegt auf der Stabilisierung der Kornstruktur im Perowskit-Material sowie der Grenzflächen innerhalb der Solarzelle, insbesondere der Verbindung zwischen Perowskit-Schicht und Substrat. Ziel ist es, die Zellen widerstandsfähiger gegenüber thermischer Materialermüdung zu machen – ein entscheidender Schritt für Anwendungen unter extremen Umweltbedingungen. Die Ergebnisse wurden in Nature Communications veröffentlicht. …
Gekürzt. Geschrieben für SpringerProfessional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.




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