Green Factory: Eine sich selbst reinigende PV-Anlage mit 833 kWp wurde bei dem Haustechnikspezialisten Alois Müller installiert. Foto: Urbansky

Strom aus der Sonne, Wärme aus der Umwelt

von | 9. Januar 2018

In Gewer­be­im­mo­bilien lassen sich Wärme­pumpen sinnvoll mit PV-​Anlagen koppeln, wie Praxis­bei­spiele zeigen. 

Im Wohnungs­neubau hat die Wärme­pumpe längst ihren Siegeszug ange­treten. Jedes dritte verkaufte Gerät fußt auf dieser strom­ba­sierten Tech­no­logie, meist in der Luft-​Wasser-​Variante. Doch auch im Gewerbe lassen sich Wärme­pumpen sinnvoll einsetzen. Und damit ihr Betrieb durch die hohen Strom­kosten nicht zu teuer wird, kann man sie mit einer eigenen Photo­vol­ta­ik­anlage zumindest teilweise versorgen. …

Wärme­pumpen sind effizient. Selbst Luft-​Wasser-​Wärmepumpen bringen es auf eine Jahre­ar­beitszahl von 4. Sie wandeln also aus 1 kWh Strom mindestens 4 kWh Wärme um. Dennoch ist Effizienz nicht gleich Wirt­schaft­lichkeit. Denn die Strom­kosten in Deutschland sind hoch. Selbst günstige Wärme­pum­pen­tarife liegen bei 25 Ct./kWh. Womit man bei einem Wärme­preis von über 6 Ct./kWh läge – teurer als Gas oder Heizöl, aktuell jedenfalls.
Deswegen ist es vernünftig, bei der Versorgung der Wärme­pumpe auf eigen­erzeugten Strom zu setzen. Der ist zwar nicht ganz umsonst.

Aber abgesehen von Inves­tition, gele­gent­licher Reinigung und Wartung liegen die Kosten doch deutlich unterhalb der Strom­tarife. Mit einer modernen Anlage lässt sich elek­trische Energie für rund 5 Ct./kWh erzeugen – unschlagbar auf dem Strom­markt. Aller­dings muss man die Energie – um einen konti­nu­ier­lichen Betrieb zu ermög­lichen – speichern. Doch selbst dann können sich die Kosten auf unter 20 Ct./kWh belaufen. Und das ist immer noch sehr gut. Mit einer intel­li­genten Steuerung ist so ein hoher Deckungsgrad eines Gebäudes sowohl mit Wärme als auch Strom möglich. … Genau diese Kombi­nation entdecken immer mehr Unter­nehmer, die so ihre Firmen mit Wärme (oder im Sommer mit Kühle) versorgen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für IKZ. Zum Abo geht es hier. Erschie­nen in 24/​2017. Der kom­plette Beitrag ist auch hier online zu lesen.

Mit der Infra­ro­t­hei­zung, befas­sen sich meine Energieblogger-​Kollegen von energie​-exper​ten​.org hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Welche Teile denken, wenn das Haus mitdenkt?

Die größten Vorteile intelligenter Gebäudetechnik liegen in den möglichen Energieeinsparungen. Dabei spielt zunehmend auch Künstliche Intelligenz (KI) eine Rolle. Davon profitieren nicht nur Wohnungsunternehmen, sondern auch Fachhandwerk und Vermittler, wie...

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Neue Gasrei­nigung bringt Wasser­stoff auf Industriequalität

Im Energiepark Bad Lauchstädt hat eine neue Gasaufbereitungsanlage die Dichtheitsprüfung bestanden. Sie soll künftig sicherstellen, dass grüner Wasserstoff die für industrielle Anwendungen erforderlichen Qualität erreicht. Damit grüner Wasserstoff tatsächlich in der...

Wo Infra­rot­hei­zungen sinnvoll sind – und wo nicht

Wo Infra­rot­hei­zungen sinnvoll sind – und wo nicht

Infrarotheizungen kommen in Neubauten, Sanierungen und einzelnen Räumen zum Einsatz. Ihre Stärken liegen vor allem in der einfachen Installation. Wirtschaftlichkeit und Eignung hängen jedoch stark vom Gebäudestandard ab. Infrarotheizungen geben Wärme überwiegend als...