Die fachgerechte Auslegung der Erdwärmequelle ist Voraussetzung für eine funktionierende Heizung. Foto: BWP

Planung von Erdwär­me­pumpen: Was muss im Bereich der Geothermie beachtet werden?

von | 15. Februar 2018

Zwar bestimmen Luft/​Wasser-​Wärmepumpen in Deutschland das Markt­ge­schehen. Erdwär­me­pumpen jedoch sind deutlich effizienter.

Will man zuver­lässige und konti­nu­ier­liche Leis­tungen, sind sie das Mittel der Wahl. Ebenso eignen sie sich hervor­ragend für die Kühlung eines Gebäudes. Bei der Planung jedoch können gravie­rende Fehler gemacht werden, die im Betrieb hinterher nicht mehr auszu­gleichen sind.

Der gravie­rendste Fehler, der bei Erdwär­me­pumpen gemacht wird, sind – bei der verti­kalen Variante – zu klein ausge­legte Bohrungen und dementspre­chend zu kleine Sonden. Das führt letztlich zu einem Dauer­be­trieb der Pumpe, da die gewünschte Wärme­leistung irgendwie erreicht werden muss.

Das wiederum setzt eine Ketten­re­aktion in Gang, aus der es kein Entkommen gibt: Der strom­in­tensive Dauer­be­trieb führt im Erdreich zu einem perma­nenten Wärme­entzug, der wiederum Dauer­frost im Erdreich erzeugt. Die normalen Erdreich-​Temperaturen von 10 bis 12 °C, bei denen eine Wärme­pumpe arbeitet, werden nicht mehr erreicht. Die Wärme­pumpe wird inef­fi­zient. Die Lauf­leistung muss zeitlich ausge­dehnt werden. Das wiederum führt zu einer weiteren Verfrostung des Bodens.

Viele Bundes­länder begrenzen deswegen die Tempe­ratur, mit der die Sole ins Erdreich einge­bracht werden darf. Der „Dauer­frost im Erdreich“ ist also ein Zustand, der nur bei extremen Planungs­fehlern und Miss­achtung sämt­licher Ausle­gungs­regeln auftreten kann. …


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Mit der Infra­ro­t­hei­zung, befas­sen sich meine Energieblogger-​Kollegen von energie​-exper​ten​.org hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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