Die Digitalisierung der Kundendaten ermöglicht den Energieversorgern, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Foto: VNG

Bündel für die Zukunft

von | 14. Februar 2018

Klas­sische Ener­gie­ver­sorger, allen voran Stadt­werke, sind derzeit stark auf der Suche nach ihrem Platz in einer digi­ta­li­sierten Energiewelt.

Junge Startups machen ihnen das Leben schwer, weil sie Ideen schneller umsetzen können. Dabei sind Ener­gie­ver­sorger gut beraten, ihre Kunden­kom­petenz mit den Vorteilen der neuen Ener­giewelt zu verknüpfen. Eines dieser möglichen Modelle sind Bündelportale.

Bündel­portale erfassen alle Verbrauchs­medien wie Strom, Brenn­stoff, Kühlung oder Dampf für einen Kunden und stellen sie für ihn über­sichtlich dar. Sie sind sehr praktisch, erlauben schnelle Entschei­dungen. Der große Nachteil: Eine pauschale Lösung für alle Kunden, etwa in Industrie und Gewerbe, gibt es nicht. Lediglich für Endkunden, wie den Mietern in der Wohnungs­wirt­schaft, die via Verwaltung sowohl Gas oder Fernwärme als auch Strom von einem Anbieter beziehen, lassen sich pauschale Modelle aufsetzen. Das funk­tio­niert aber auch nur dann, wenn die Wohnungs­typen gut vergleichbar sind.

Dennoch: Die Mühe lohnt sich, denn die Vorteile sind eindeutig. Der Wich­tigste ist sicherlich die kosten­günstige Ener­gie­be­schaffung nach Bedarf, da dieser schnell und in kürzesten Takt­zeiten ermittelt ist. Für die Wohnungs­wirt­schaft ist auch inter­essant, dass alle Dienst­leis­tungen rund um die Medien, etwa Ablesung, Rech­nungs­legung und Wartung, aus einer Hand kommen. Und diese Hand gehört in der Regel auch nur einem Ansprech­partner. Das wiederum spart deutlich Zeit.

Viele Bündel­portale gibt es in Deutschland noch nicht. Einer der Vorreiter ist Vattenfall. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Beitrag erschien in den E&M 3/​18. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Warum Ener­gie­spei­cher für die Ener­gie­wende not­wen­dig sind, beschreibt Energieblogger-​Kollege Olof E. Matthaei hier auf sei­nem Blog Energie effi­zi­ent spa­ren.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

4 Kommentare

  1. Frank Urbansky

    Na da würde ich gern was drüber machen …

  2. Andreas

    Für den Endkunden hat Entega schon ein relativ umfas­sendes Flat-Angebot.

  3. Frank Urbansky

    Da hast du wohl recht. Aber das bißchen, was ich bisher kenne, ist eher ersteres. Und es ist auch auf den Dualismus zwischen Ener­gie­ver­sorgern und Immo­bi­li­en­un­ter­nehmen bezogen. Der Endkunde ist da erst mal außen vor.

  4. Andreas

    Ich sehe auf dem Markt verschiedene Arten von Bündel-​Angeboten. Da sind zum einen Ener­gie­ver­sorger, die sich für die Wohnungs­un­ter­nehmen um die Versorgung mit allen Medien kümmern, wie Strom, Wärme, Wasser, Abwasser und Tele­kom­mu­ni­kation. Aber auch die Mobilität spielt da eine Rolle, z.B. bei Stadt­werken. Ein anderes Bünde­l­an­gebot ist dem Endkunden die gesamte Palette, wie Strom, Gas, Kabel­fern­sehen, Telefon und Internet anzubieten.

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