CO₂-Emissionen und höhere Erträge wären nach einer aktuellen Studie durch nachhaltigere Landwirtschaft möglich (im Bild ein mit Biodiesel betriebener Traktor). Foto: Frank Urbansky

Biokraft­stoffe könnten durch RED II reduziert werden

von | 29. April 2020

Biokraft­stoffe sind aktuell der einzig nennens­werte Beitrag zur Treib­haus­gas­re­du­zierung im Verkehrs­sektor. Die neue EU-​Richtlinie RED II könnte diesen Beitrag jedoch reduzieren.

Will man die Treib­haus­gas­emis­sionen im Verkehrs­sektor schnell und nach­haltig redu­zieren, führt an Biokraft­stoffen kein Weg vorbei. „Um die Treib­haus­gas­emis­sionen des bundes­deut­schen Transport- und Verkehrs­sektors deutlich redu­zieren zu können, müssten Biokraft­stoffe bis 2030 – je nach Szenario – zwischen 15 und 45 % des gesamten Kraft­stoff­be­darfs decken”, erläutert dies Springer-​Gabler-​Autor Sven Bernigau in seinem Buch­ka­pitel Konzeption einer Marketing-​Strategie für nach­haltig erzeugte Biokraft­stoffe auf Seite 99.

Diese höheren Biokraft­stoff­quoten könnten mithilfe höherer Beimi­schungen reali­siert werden. Motoren, die seit 2005 verbaut wurden, vertragen eine 20%igen Bioethanol-​Beimischung für Otto­mo­toren (E20) bzw. eine 33%ige Beimi­schung veres­terter Pflan­zenöle (FAME) für Diesel­mo­toren (B33) im Kraft­stoff. Bei entspre­chenden Motor­spe­zi­fi­ka­tionen ist auch eine Verwendung als Rein­kraft­stoff denkbar, wie im Falle von Pflan­zenöl, das es bis zum Jahr 2007 als steu­erlich begüns­tigte Variante für die Land­wirt­schaft gab. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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