Energie als Geldanlage

von | 11. Mai 2016

Der Markt für Kapi­tal­an­lagen brachte und bringt konti­nu­ierlich neue Produkte auf den Markt. Dies geschieht nicht im monat­lichen Zyklus, aber in kürzeren Abständen als noch vor 30 Jahren. Zerti­fikate sind noch eine relativ junge Anla­ge­gattung, Index­fonds gibt es auch noch nicht so lange. Energie, Wasser­kraft, Windparks oder Solar­farmen, haben sich inzwi­schen fest im Vertrieb etabliert. Block­heiz­kraft­werke als geschlossene Fonds wurden Mitte der 90er Jahre etabliert.

Anleger und Verbraucher denken um

Nach­hal­tigkeit wurde vor drei Jahr­zehnten noch belächelt. Ökoan­lagen waren etwas für die Menschen in Norwe­ger­pull­overn. Die Gegenwart zeichnet ein völlig anderes Bild. Strom aus rege­ne­ra­tiven Energien findet sich nicht nur in immer mehr privaten Haus­halten wieder. Gleiches gilt für Ökogas. Die Nachfrage steigt. Parallel dazu steigt auch die Nachfrage nach alter­na­tiven Geldanlagen.

Einer der Vorreiter in diesem Segment im Bereich offene Invest­ment­fonds war das schwei­ze­rische Bankhaus Sarazin. Die Eidge­nossen bieten schon seit vielen Jahren konse­quent Invest­ment­fonds an, die rein auf nach­haltig agierende Unter­nehmen setzen. Neben klas­si­schen Invest­ment­fonds, die mit relativ hohen Kosten für die Anleger verbunden sind, haben sich soge­nannte ETFs auf der Popu­la­ri­täts­skala der Anleger ganz nach oben kata­pul­tiert. ETFs bilden einen Index nach, die deutsche Bezeichnung lautet daher auch Index­fonds. Es handelt sich dabei um passive Fonds.

ETFs mit viel­fäl­tigen Anlageschwerpunkten

Das Fonds­ma­nagement nimmt nur dann eine Verän­derung im Fonds vor, wenn sich die Zusam­men­setzung des abge­bildete Index ändert. Die abbild­baren Indizes sind viel­fältig. Neben klas­si­schen Akti­en­in­dizes wie dem DAX oder dem Eurostoxx 50 bieten sich auch Indizes auf Rohstoffe oder Energie, beispiels­weise Gas oder Rohöl an. Besonders inter­essant ist ein Investment in einen ETF auf den NAI, den Natur­aktien Index. Dieser beinhaltet nicht nur Aktien von generell nach­haltig agie­renden Unter­nehmen, sondern auch von Firmen, welche nach­haltige Energie erzeugen.

Es stellt sich natürlich die Frage, wie Anleger aus der Vielzahl der Angebote ETFs heraus­filtern können, die sich speziell mit Firmen aus der Ener­gie­branche beschäf­tigen. Fach­portale wie etfs​.de bieten hier eine Hilfe­stellung bei der Auswahl. Nach­hal­tigkeit macht sich in unserem täglichen Leben regel­recht „breit“. Im täglichen Leben geht Nach­hal­tigkeit über Bio-​Eier und Öko-​Fleisch hinaus. Solar­an­lagen schmücken ganze Einfa­mi­li­en­haus­sied­lungen, auf dem Land wechseln sich Solar­farmen mit Mais­feldern und Raps­feldern ab.

Nach­haltige Kapi­tal­an­lagen finden sich inzwi­schen in fast allen Depots. Hier domi­nieren Invest­ments in Energie. Dieser Sach­verhalt ist auch in der Richtung schlüssig, dass der Ener­gie­bedarf weltweit konti­nu­ierlich ansteigt, aber klas­sische Ener­gie­träger kommen an ihre Grenzen. Rege­ne­rative Energien sind folglich der Schlüssel, um den künftigen Ener­gie­bedarf zu decken. Dies zeigt sich auch dahin gehend, dass die großen Öl- und Strom­kon­zerne ihre geschäft­lichen Akti­vi­täten neu ausrichten.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

3 Kommentare

  1. jogi54

    Wahr­scheinlich noch lukra­tiver dürften Inves­ti­tionen in Ener­gie­sparen am eigenen Haus sein. Da ist die Rendite in Form von gerin­geren Ener­gie­kosten garan­tiert steu­erfrei und zudem mündel­sicher – eine Iso kann kaum Pleite gehen…

    Nur mal so.

    LG jogi

    • Frank Urbansky

      Auch gut. Ich denke aber, hier geht es um Inves­ti­tionen in der Ener­gie­wirtshaft und ob die lohnend sind. Bei dem Umbruch, der gerade im Markt herrscht, kann das gut sein. Dazu gehört jedoch ein gewisser Überblick. LG Frank

      • jogi54

        Deshalb:

        Nur mal so…

        LG jogi

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