Warm­was­ser­spei­cher dank Salz effi­zi­en­ter

Testanlage des Salzspeichers, der drei mal effizienter ist als herkömmliche wasserbasierte Wärmespeicher. Fotos: Rawema Salzsspeicher, Warmwasserspeicher, Effizienz
Testanlage eines Salzspeichers. Foto: Rawema

Die Ener­gie­wende im Hei­zungs­kel­ler beruht auf meh­re­ren Säulen. Zwei davon sind umwelt­freund­li­che Tech­no­lo­gie und Effi­zi­enz. Eine neue Genera­tion von Warm­was­ser­spei­chern ver­bin­det beides. Sie nutzt das Spei­cher­po­ten­zial von Salzen und ist damit bis zu drei mal effi­zi­en­ter als bis­he­rige Was­ser­spei­cher.
Wenn man als Tech­ni­ker oder Hand­wer­ker an Salz denkt, fällt einem vor allem Kor­ro­sion ein. Salze haben nun mal die unan­ge­nehme Eigen­schaft, bestimm­ten Metal­len zuzu­set­zen. Doch beson­dere, kom­plexe Salz­ver­bin­dun­gen haben auch einen Vorteil, den her­kömm­li­ches Wasser nicht hat. Der lässt sich am besten mit einer Ano­ma­lie beschrie­ben, wobei die Salze bei Wär­me­zu­füh­rung in eine Schmelze über­ge­hen und beim Abküh­len etwa ein Drittel dieser Energie wieder abgeben. Das Prinzip ist den meisten von einer kleinen, sehr nütz­li­chen Anwen­dung bekannt: Den Hand­wär­mer­kis­sen, bei denen dieser Prozess mittels eines Klicks auf eine Metall­platte aus­ge­löst wird.

Das klingt zwar simpel. Aber eine Anwen­dung in einem Warm­was­ser­spei­cher bedarf einer Kon­trolle in allen Phasen dieser Umwand­lung. Der in Bautzen ansäs­sige Her­stel­ler Rawema hat genau dies geschafft. „Wir haben ein Gesamt­sys­tem aus meh­re­ren Ein­zel­ele­men­ten ent­wi­ckelt, dass über eine intel­li­gente Steue­rung je nach Bedarf be‐ und ent­la­den sowie in Reihen und par­al­lel ver­schal­tet werden kann“, freut sich Andreas Golbs, Geschäfts­füh­rer der Rawema Coun­tertrade. Abge­si­chert wurde die Erfin­dung mit vier Paten­ten für Deutsch­land, Europa, Russ­land und die USA.

Zwei Drittel ver­lust­freie Reserve

Die Vor­teile gegen­über einem her­kömm­li­chen Was­ser­spei­cher sieht Golbs vor allem in der drei mal höheren Ener­gie­menge, die diese salz­ba­sierte Lösung spei­chern kann. Zudem seien zwei Drittel der Energie ver­lust­frei und lang­fris­tig in der Schmelze gespei­chert und würden nach einem Impuls auf einem Tem­pe­ra­tur­ni­veau von 58 °C zur Ver­fü­gung stehen – aus­rei­chend für die Warm­wass­wer­be­rei­tung in einem Haus­halt. Weitere Vor­teile seien die Clus­te­rung defi­nier­ter Wär­me­men­gen, jeder­zeit mög­li­ches Auf­la­den und je nach Clus­ter­größe  Auf­schmel­zen für die Lang­zeit­spei­che­rung. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 02/2017 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Was beim Zapfen aus einem Warmwasserkombi‐Speicher pas­siert, beschrei­ben die Energieblogger‐Kollegen von Eco­quent Posi­ti­ons hier.