Launchig mögen es die jüngeren Mitarbeiter. Die entsprechenden Arbeitswelten zu schaffen gehört auch zum Job der Corporate Real Estate Manager. Foto: BASF

Corporate Real Estate Manager: Vom Verwalter zum Innovator

von | 5. September 2017

Jahr­zehn­telang galten die Verwalter betrieb­licher Immo­bilien als graue Mäuse unter den Immo­bi­li­en­ma­nagern dieser Welt. Doch das Bild hat sich stark gewandelt. Heute gelten die Corporate Real Estate Manager als Inno­va­toren und Schritt­macher, wenn es gilt, neueste Trends aufzu­greifen und wirt­schaftlich sinnvoll in ihren Immo­bilien umzusetzen. 

Der Grund dafür ist ein einfacher: Immer mehr Unter­nehmen begreifen im Zuge der Globa­li­sierung ihre Immo­bilien als wesent­lichen Kapital- und Human­faktor – und mitent­scheidend im knall­harten Wettbewerb.

Die Immobilie einer Firma ist nie nur finan­zielle Anlage. Sie soll den Mitar­beitern dienen. „Wir fahren bei BASF eine Best-​Team-​Strategie“, erklärt das Thomas Glatte, Leiter des Group Real Estate & Facility Manage­ments beim Chemie­riesen. „Wenn wir das beste Team haben wollen, brauchen wir die besten Arbeits­be­din­gungen. Danach müssen sich auch die Immo­bilien ausrichten.“

Gerade BASF mit einem Gebäu­de­be­stand, der zum Teil über 100 Jahre alt ist, stellt das vor große Heraus­for­de­rungen. Die früher klein­teilige Bauweise etwa in Büros, von Glatte liebevoll als „unsere Höhlen“ bezeichnet, gilt es aufzu­brechen und auch fit zu machen für die Generation Y. „Die wollen es eher launchig, also mit Sitzecken und Räumen, die die Kommu­ni­kation fördern“, so Glatte.

Vergessen dürfe man dabei aber nicht die Generation 50+. Die sei eben anderes gewohnt. Beide – und natürlich die dazwi­schen­lie­gende Mitte – unter einen Hut zu bringen, sei derzeit eine der größten Heraus­for­de­rungen für seine Abteilung.

Früher haben wir in einer Nische gear­beitet, die kaum bekannt war“, so Björn Christmann, Bayer-​Manager und Präsident des Bran­chen­ver­bandes CoreNet Global in Central Europe. „Heute werden wir sehr gut wahr­ge­nommen und freuen uns, dass wir immer mehr junge, talen­tierte Leute finden, die genau dieses Berufsbild mit seinem Abwechs­lungs­reichtum wollen.“ Inzwi­schen gebe es dafür auch entspre­chend mehr Studienangebote. …


Gekürzt. Geschrieben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Erschienen in der Ausgabe zum 20. Jubiläum der Zeit­schrift. Der komplette Beitrag ist hier nach­zu­lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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