Ener­gie­po­li­ti­scher Aus­blick 2018: Da kommt wohl wenig

So wenig transparent wie der Bundestag vor über 20 Jahren sind auch die Aussichten für die Energiewende mit einer erneuten GroKo. Foto: Urbansky
So wenig transparent wie der Bundestag vor über 20 Jahren sind auch die Aussichten für die Energiewende mit einer erneuten GroKo. Foto: Urbansky

Ich habe Dialog.Energie.Zukunft ein kleines Inter­view gegeben darüber, was ich 2018 ener­gie­po­li­tisch und -tech­nisch erwarte. Das ist eher nichts und eine neu­er­li­che Große Koali­tion ver­heißt für die Ener­gie­wende nichts Gutes, wie sich das schon im Kippen der Kli­ma­ziele für 2020 anlässt. Spei­cher­tech­nisch hin­ge­gen könnte es vor­an­ge­hen.

DEZ-Blog: Was erwar­test Du ener­gie­po­li­tisch von 2018?

Frank Urban­sky: Ehrlich gesagt – nichts. Ich hab mir im Vorfeld der Bun­des­tags­wahl alle Wahl­pro­gramme ange­schaut. Wo die Eupho­rie für eine Jamaika-Koalition herkam, ist mir voll­kom­men schlei­er­haft. Denn FDP und Grüne schlos­sen sich da dia­me­tral aus. Gegen­sätz­li­cher geht es kaum. Eine mög­li­che Große Koali­tion würde Still­stand und Rück­schritt der letzten Jahre von Merkels dritter Amts­zeit in Bezug auf Erneu­er­bare Ener­gien fort­schrei­ben. Der einzige Licht­blick war da noch das Aus­schrei­bungs­mo­dell, und das soll schon was heißen. …

Was sollte eine neue Bun­des­re­gie­rung als erstes anpa­cken?

Tja, wie schon gesagt, die Kraft wird dazu keiner haben, aber ein gerech­tes Steu­er­sys­tem im Ener­gie­be­reich wäre nötig. Strom muss ent­las­tet werden. Ob das mit einem Strei­chen der Strom­steuer gelingt, die ja volks­wirt­schaft­lich sinnlos gewor­den ist, kei­ner­lei Len­kungs­funk­tion hat und nur dem Finanz­mi­nis­ter das Säckel füllt, oder zu Lasten der fos­si­len Kraft- und Brenn­stoffe via Umlage oder CO2-Bepreisung geht, muss man dis­ku­tie­ren. …

 Welche Inno­va­tio­nen aus For­schung und Technik werden in 2018 eine Rolle spielen?

In der Spei­cher­tech­nik kommt hof­fent­lich der Durch­bruch für poly­mere Redox-Flow-Batterien. Auch Kera­mik­spei­cher lassen sich viel­ver­spre­chend an. Zudem rechne ich durch die Digi­ta­li­sie­rung mit vielen, sehr intel­li­gen­ten Anwen­dun­gen, mit der sich die Ener­gie­ef­fi­zi­enz einfach stei­gern lässt. Nur ein Bei­spiel: In einem intel­li­gent ver­netz­ten Haus ent­steht genug Abwärme, die mittels ein­fa­cher Kreuz-Gegenstrom-Wärmetauscher gut ein­ge­fan­gen werden könnte. …


Gekürzt. Das voll­stän­dige Inter­view ist hier auf dialog​-energie​-zukunft​.de zu lesen.

Über neue Tech­no­lo­gien für die Ener­gie­wende berich­tet Energieblogger-Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

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