Dach­be­grü­nung: Gut für Klima, Dämmung und Abwas­ser­kos­ten

Extensivbegrünungen stellen wenig Anspruch an die Pflege und nutzen niedrigwachsende und sich selbst erhaltende Pflanzen. Foto: Gunter Mann/FBB
Extensivbegrünungen stellen wenig Anspruch an die Pflege und nutzen niedrigwachsende und sich selbst erhaltende Pflanzen. Foto: Gunter Mann/FBB

Muss ein Wohn­ge­bäude neu gebaut oder grund­le­gend ener­ge­tisch saniert werden, kommt man um die Dach­däm­mung nicht herum. Hier könnte man gleich das Ange­nehme mit dem Nütz­li­chen ver­bin­den und eine Dach­be­grü­nung instal­lie­ren. Das hat viele Vor‐ und nur einige wenige Nach­teile. Und geför­dert wird das Ganze auch noch.

Ein grünes Dach hat ganz klar Vor­teile für die Umwelt. Etwas von der Bau­flä­che, die der Natur ent­ris­sen wurde, wird ihr wieder zurück­ge­ge­ben. Das Mikro­klima in einem Wohn­quar­tier kann sich dadurch merk­lich ver­bes­sern, denn begrünte Dächer sorgen für Beschat­tung und Was­ser­rück­halt, ver­rin­gern die Ver­duns­tung, sorgen aber auch für bes­se­ren Hoch­was­ser­schutz. Gleich­zei­tig binden und filtern sie Schad­stoffe aus der Luft.

Mit all diesen Eigen­schaf­ten sparen sie zudem Energie, weil sie gleich­zei­tig als Wär­me­däm­mung und Hit­ze­schild dienen. Und: Dach­be­grü­nun­gen haben auch ganz prag­ma­ti­sche Vor­teile. Ihre Dach­ab­dich­tung hat eine längere Lebens­dauer, da sie besser vor Wit­te­rungs­ein­flüs­sen und Tem­pe­ra­tur­dif­fe­ren­zen geschützt sind. Durch die Was­ser­rück­hal­tung fallen die Abwas­ser­ge­büh­ren gerin­ger aus (siehe auch Dach­be­grü­nung stei­gert Immo­bi­li­en­wert). Ist das Dach zudem noch begeh­bar, was allein schon für die Pflege wün­schens­wert ist, kann man für die eigenen Mieter und Bewoh­ner eine kleine Oase der Erho­lung schaf­fen – und das meist mit einem über­ra­gen­dem Aus­blick.

In Frage kommen zwei grund­le­gende Ver­fah­ren, die hier hin­sicht­lich ihrer Tech­no­lo­gie, der Vor‐ und Nach­teile sowie der Kosten beschrie­ben werden sollen. Beide fußen auf der DIN EN 13948 sowie der Dach­be­grü­nungs­richt­li­nie der For­schungs­ge­sell­schaft Land­schafts­ent­wick­lung Land­schafts­bau (FLL).


Gekürzt. Geschrie­ben für Die Woh­nungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 02/2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Die Woh­nungs­wirt­schaft geht es hier.

Mit der Steue­rung einer Hybrid­hei­zung befasst sich auch Energieblogger‐Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.