Havarietrainer Pedro Moreno an der Leitwarte, an der die Havariefälle simuliert werden. Foto: Urbansky

Hava­rie­training für Ener­gie­ver­sorger: Sicher ist sicher

von | 30. Januar 2018

Seit zehn Jahren gibt es in Ilmenau wieder Hava­rie­trai­nings für Leitwartenoperatoren.

Was tun, wenn bei einem Ener­gie­ver­sorger das Netz zusam­men­bricht? Zum Glück passiert das in Deutschland relativ selten. Nur durch­schnittlich 12 Minuten im Jahr muss jeder hier­zu­lande ohne Strom auskommen. Das ist auch dem gut geschulten Personal der Leit­warten zu verdanken, die ihre Netze stets im Blick und im Griff haben.

Doch diese Kompetenz ist kein Auto­ma­tismus. Regel­mäßige Schu­lungen und Notfall­übungen sind Pflicht. Ein einzig­ar­tiges Projekt dafür existiert an der Tech­ni­schen Univer­sität Ilmenau. Gemeinsam mit Siemens wurde hier ein Hava­rie­training für Ener­gie­ver­sorger etabliert, das vor zehn Jahren die ersten Schu­lungen anbot und seitdem regel­mäßig durchführt. …

Schon zu DDR-​Zeiten aktuell

Doch begonnen hat das alles schon viel früher. Schon zu DDR-​Zeiten wurde in Ilmenau 1967 ein Hava­rie­training etabliert. Die Angst vor Blackouts war ange­sichts der bis zum letzten ausge­las­teten Netze stets präsent. Umso wichtiger war geschultes Personal, das auch in brenz­ligen Situa­tionen eine kühlen Kopf bewahrte.

Nach der Wende schlief das Projekt ein. Einen der Väter, Dr.-Ing. habil. Jürgen Schel­lenberg, verschlug es zu Siemens. Dort erhielt er von Kunden die Anfrage nach solchen Trainings. Gemeinsam mit Dr.-Ing. Pedro Moreno, ebenfalls Siemen­sianer, begannen sie ab 2004 neue Trainings zu konzi­pieren und den Kunden vorzu­stellen. Dabei mussten aktuelle Probleme einfließen, etwa Hacker­an­griffe und die mitunter proble­ma­tische Einbindung erneu­er­barer sowie dezentral erzeugter Energien, die es zu DDR-​Zeiten ja in dieser Form nicht gab.

Seit 2007 nun laufen die Trainings, unter­teilt in die für normale 50-​Hertz-​Netze und die 16,7‑Hertz-Netze der Deutschen Bahn AG. Für die Netze selbst gibt es auch unter­schied­liche Simulationen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Beitrag erschien in den E&M Power­news am 4. Janaur 2018. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Warum Ener­gie­spei­cher für die Ener­gie­wende not­wen­dig sind, beschreibt Energieblogger-​Kollege Olof E. Matthaei hier auf sei­nem Blog Energie effi­zi­ent spa­ren.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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