Mobile Heizzentralen kommen etwa bei der Estrichtrocknung zum Einsatz. Foto: Mobiheat

Mobile Wärme: Lösungen für Sanie­rungen und Notfälle

von | 11. September 2018

Heiz­mobile kommen immer dann zum Einsatz, wenn in Gebäuden große Mengen Wärme benötigt werden, die aber nicht anliegt – sei es wegen einer Havarie oder zur Bautrocknung. 

Der Markt wächst, auch wegen der Ener­gie­wende. Denn ener­ge­tische Sanie­rungen brauchen Zeit – und Energie. Die liefern die Heiz­mobile, die mit Erd- oder Flüs­siggas, Diesel oder Pellets betreiben werden.

Bei der Hälfte aller Einsätze von Heiz­mo­bilen handelt es sich um Notfälle. Die anderen 50 Prozent sind geplant. Dazu gehören Bautrocknung, Ersatz von Fernwärme bei Wartungs­ar­beiten sowie Sanie­rungen mit Heizungs­wechsel in größeren Gebäuden.
So beheizen die Stadt­werke Brühl 2018 während der Erschließung eines Neubau­ge­bietes mit 24 Einfa­mi­li­en­häusern und neun Mehr­fa­mi­li­en­häusern die bereits fertigen Wohnungen, die erst in zwei Jahren an ein Fern­wär­menetz ange­schlossen werden. Zum Einsatz kommt hier eine trans­por­table 1.000-kW-Gas-Heizanlage vom Typ heiz­kurier WZ 800 kW. Sie besteht aus Heiz­kessel, Brenner, Regel- und allen Sicher­heits­ein­rich­tungen sowie Pumpen. Sie produ­ziert eine Vorlauf­tem­pe­ratur von 90 °C und verar­beitet eine Rück­lauf­tem­pe­ratur von 70 °C. Die Gaszufuhr erfolgt durch das örtliche Netz.

Mehrere Leis­tungs­größen

Diese Anlage erfordert eine sehr hohe Leis­tungs­größe. Bei den meisten Anwen­dungen geht es jedoch auch eine Nummer kleiner. Deswegen stehen am Markt auch verschieden ausge­legte Heiz­mobile zur Verfügung. …

Sowohl die flexiblen Größen als auch die Mobilität und damit – je nach Brenn­stoff – doch recht große Unab­hän­gigkeit vom Standort machen die Heiz­mobile in vielen Branchen unent­behrlich. Kleinere Geräte kommen etwa auf dem Bau bei der Estrichtrocknung oder allgemein zur Trocknung der Bauhülle zum Einsatz.

Geräte mit 500 kW werden dann gebraucht, wenn aufgrund einer plan­mä­ßigen Sanierung oder einer Havarie die Heizung in einem Mehr­fa­mi­li­enhaus ausfällt. Große mobile Heiz­zen­tralen mit mehreren MW kommen hingegen zum Einsatz, wenn etwa im großen Maßstab Prozess­wärme bei Wartungs- oder Repa­ra­tur­ar­beiten in der Industrie benötigt wird. …


Gekürzt. Geschrie­ben für tab aus dem Bau­ver­lag. Der kom­plette Beitrag ist nur in Heft 9/​2018 zu lesen. Zum Abon­ne­ment geht es hier.

Wie das Haus der Zukunft kom­plett mit Eigen­ener­gie ver­sorgt wer­den könnte, beschreibt Energieblogger-​Kollege Andreas Kühl hier auf sei­nem Blog Energynet. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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