Ener­gie­ver­sor­gung von Immo­bi­lien: Star­tups starten durch

Wollen mit dem magnetokalorischen Effekt die Kühlwelt revolutionieren: Dimitri Benke, Timur Sirman und Max Fries. Foto: MagnoThermSolutions
Wollen mit dem magnetokalorischen Effekt die Kühlwelt revolutionieren: Dimitri Benke, Timur Sirman und Max Fries. Foto: MagnoThermSolutions

Ein Bereich inner­halb der Immo­bi­li­en­wirt­schaft ist beson­ders stark von Umbrü­chen betrof­fen: die Ener­gie­ver­sor­gung. Das gilt gleich­wohl für Heizung, Kühlung, Licht und Pro­zess­ener­gie. Zum einen stößt die Digi­ta­li­sie­rung Pro­zesse an, die vor wenigen Jahren noch undenk­bar waren. Zum anderen kommen immer neuere, effi­zi­en­tere Tech­no­lo­gien auf den Markt. Beides zusam­men macht die Ver­wal­tung von Immo­bi­lien in Zukunft nicht nur ein­fa­cher, sondern auch güns­ti­ger. Hier sollen einige Star­tups vor­ge­stellt werden, die genau diesen Bereich revo­lu­tio­nie­ren.

1. aedi­fion: Daten der Gebäu­de­au­to­ma­tion trotz unter­schied­li­cher Systeme erfas­sen, zusam­men­füh­ren und dar­stel­len

aedi­fion ist eine Aus­grün­dung von ehe­ma­li­gen For­schern der deut­schen Elite‐Ingenieurs‐Schmiede RWTH Aachen. Das Unter­neh­men ent­wi­ckelt Werk­zeuge zur cloud­ba­sier­ten Ver­ar­bei­tung von Betriebs­da­ten aus Gebäu­de­au­to­ma­ti­ons­sys­te­men und zur Opti­mie­rung dieser Systeme. Einfach for­mu­liert: aedi­fion sorgt dafür, dass alle ener­ge­tisch wich­ti­gen Daten der Gebäu­de­au­to­ma­tion, unab­hän­gig von Art der Anlage und der ver­wen­de­ten Pro­to­kolle, erfasst, in der Cloud gespei­chert und auf unter­schied­lichste Weisen bereit­ge­stellt werden. Das System ist dank Künst­li­cher Intel­li­genz (KI) lern­fä­hig und kann Teile der Gebäu­de­au­to­ma­tion selbst steuern. …

2. Magno­Therm Solu­ti­ons kühlt umwelt­freund­lich ohne Kom­pres­sion und F‐Gase

Eben­falls ein Spinoff einer Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät, nämlich der TU Darm­stadt, ist Magno­Therm Solu­ti­ons. Die Inge­nieure haben sich der Kühlung mittels magne­to­ka­lo­ri­schem Effekt ver­schrie­ben. Zukunfts­fä­hig sind solche Lösun­gen auf jeden Fall. Denn 2050 wird, welt­weit betrach­tet, mehr Energie für Kühlung als für Heizung ver­braucht. Ins­be­son­dere muss für eine Kilo­watt­stunde Kälte etwa das Drei­fa­che an Energie auf­ge­wen­det werden wie für eine Kilo­watt­stunde Wärme.
Um dieser Her­aus­for­de­rung zu begeg­nen, benö­tigt man also neue Kühl­sys­teme, die extrem ener­gie­ef­fi­zi­ent arbei­ten und im Ver­gleich zu den bis­he­ri­gen Sys­te­men eine deut­lich bessere Ener­gie­bi­lanz erzie­len. Möglich wird dies mit dem magne­to­ka­lo­ri­schen Effekt. Dabei geht es um Fol­gen­des: Wird ein Mate­rial einem stär­ke­ren Magnet­feld aus­ge­setzt, erwärmt es sich. Umge­kehrt kühlt es ab, wenn das Magnet­feld sich abschwächt. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 11/2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Immo­bi­li­en­wirt­schaft geht es hier.

Über den kli­ma­neu­tralen Gebäu­de­be­stand berich­tet Energieblogger‐Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Strom­aus­kunft.

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