Das optoelektronische Erfassen von Verbrauchsdaten könnte in Zukunft überflüssig werden. Foto: Urbansky

Aufruf: Wir suchen eine vorstellbare Einheit für Energie

von | 9. April 2019

Wer weiß, wie viel Energie in einem Fahr­zeugtank steckt? Oder in einem Handy-​Akku? Wie viel Kilo­watt­stunden sind in einem Liter Benzin enthalten? Wie viele Watt­se­kunden in einer AAA-​Batterie? Und welche Ener­gie­menge wird für einen Flug nach Mallorca benötigt?

Kaum jemand kann sich unter Peta-​Joule etwas vorstellen. Die meisten kennen nicht einmal den Unter­schied zwischen Leistung und Energie, geschweige denn zwischen PS und kW. Deswegen starten wir diesen Aufruf und fordern alle Lese­rinnen und Leser auf, ihre Ideen, mit welcher neuen Einheit zukünftig Energie bemessen werden könnte, zuzusenden.

Wir suchen ein für jedermann vorstell­bares Maß für Energie. Bei Gewicht und Länge kennen wir uns aus, weil wir wissen, dass ein Liter Milch ein Kilogramm wiegt bezie­hungs­weise ein Schritt etwa einem Meter entspricht. Aber was entspricht einer Kilo­watt­stunde? Ein Stück Stein­kohle? Ein Kubik­meter Erdgas? Oder einer Stunde auf dem Laufband?

Wenn wir einen allgemein bekannten Vergleichswert hätten, könnten wir viel einfacher beur­teilen, ob es ange­messen ist, diese Ener­gie­menge für die jeweilige Aufgabe aufzu­wenden. Die meisten Menschen merken zwar, dass Tanken kost­spielig ist, wissen aber nicht, wie teuer eine Autofahrt über 100 km ist. Sie wissen auch nicht, was die Aufladung ihres Handy-​Akkus kostet, weil heut­zutage Nutzung und Bezahlung entkoppelt sind.

Bei den Emis­sionen ist es ähnlich: Welcher Fahr­zeug­halter weiß denn schon, wie viel Gramm CO2 das jeweilige Auto pro Kilometer ausstößt und was das bedeutet? Ein Sprit­ver­brauch von 7 l Benzin auf 100 km hört sich nicht nach viel an, aber dass dadurch17 kg CO2 frei­ge­setzt werden, weiß kaum jemand. Aber wie umwelt­schädlich ist das? Was bedeutet es,
Eine griffige Ener­gie­einheit, die ohne kompli­zierte Erklä­rungen die alltäg­lichen Akti­vi­täten bemisst, könnte helfen, den tatsäch­lichen Wert von bereit­ge­stellter Energie besser beur­teilen und sich dementspre­chend verhalten zu können.

Über diesen Aufruf wollen wir versuchen, so viele Menschen wie möglich zu erreichen, um gemeinsam eine passende und prak­ti­kable Ener­gie­einheit zu finden. Dafür bräuchten wir einen knackigen Begriff, also einen Namen für die Einheit, sowie eine einfache Umrech­nungs­formel in die anderen, bestehenden Einheiten.

Bitte dafür diesen Aufruf unter #ener­gie­einheit teilen.

Ideen entweder an EnWIPo oder

Sven Geitmann
Inhaber des Hydrogeit Verlags
Heraus­geber der Zeit­schrift HZwei

Kontakt

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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