Eichung einer AC-Ladesäule. Foto: EMH

Lade­säu­len­ei­chung: Mehr „Kann” als „Muss”

von | 22. April 2020

Das Eichrecht für Lade­säulen war es bisher kaum anwendbar. Zwar sind zerti­fi­zierte Geräte für Normal­la­de­säulen mitt­ler­weile verfügbar. 

Für Gleich­strom­la­de­säulen standen jedoch bis Ende 2019 keine geeig­neten Mess­geräte zur Verfügung. Eine Folge davon: sehr unter­schied­liche Tarife. Doch das soll sich jetzt ändern.
Seit 2015 gilt das Eichrecht für öffent­liche Lade­säulen in Deutschland nach MessEG (§ 3 Nr. 22 und 23) und MessEV (§ 1). Doch eine Umsetzung war nur zögerlich möglich, da es bis Ende 2018 kaum eich­rechts­kon­forme Geräte gab. Deshalb entsprach ein Großteil der im öffent­lichen Raum instal­lierten 24.000 Lade­punkte an gut 18.400 Lade­sta­tionen nicht den tech­ni­schen Vorgaben.

Experten schätzen, dass sich ein Drittel aller Wechselstrom-​Ladesäulen gar nicht mit eich­rechts­kon­formen Mess­ein­rich­tungen nach­rüsten lässt. Diese müssten wieder rück­gebaut werden.

Dabei sollte gerade das Eichrecht die Grundlage für eine einheit­liche Abrechnung der getankten Kilo­watt­stunden (kWh) darstellen. Doch davon war lange nichts zu spüren. Nach wie vor gibt es verschiedene Tarife, die sich nach den getankten kWh richten können, ebenso aber nach der Ladezeit oder nach festen Grund­ge­bühren, die einfach so fürs Strom­tanken fällig werden.

Das soll in Zukunft nicht mehr möglich sein. Eine Arbeits­gruppe aus den Landes­wirt­schafts­mi­nis­terien sollte gemeinsam mit den Eich­ämtern eine Harmo­ni­sierung herbei­führen. Doch die Arbeits­gruppe kam nie zustande. Statt­dessen zeichnet sich eine Lösung ab, die durch Hersteller und Betreiber über die „Nationale Plattform Zukunft der Mobilität“ und durch den Bran­chen­verband BDEW maßgeblich selbst initiiert wurde. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Energie&Manage­ment. Erschie­nen in der Ausgabe 78÷2020. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo, dem Arti­kel­kauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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