Der Solar­de­ckel muss weg!

Für viele PV-Anlagen der ersten Stunde läuft ab 2021 die EEG-Förderung aus. Betreiber müssen sich schon 2019 überlegen, wie sie mit den Anlagen verfahren: verschrotten, weiterbetreiben, direktvermarkten oder selbst nutzen. Foto: Urbansky
Für viele PV-Anlagen der ersten Stunde läuft ab 2021 die EEG-Förderung aus. Betreiber müssen sich schon 2019 überlegen, wie sie mit den Anlagen verfahren: verschrotten, weiterbetreiben, direktvermarkten oder selbst nutzen. Foto: Urbansky

Es wird eng für den Ausbau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien und für die Kli­ma­ziele in Deutsch­land. Mit jedem Tag nähern wir uns dem Errei­chen der Grenze von 52 GW-PV-Leistung und damit dem Ende der Ver­gü­tung für das Ein­spei­sen erneu­er­ba­rer Ener­gien nach dem EEG. Immer mehr Solar-Kunden scheuen vor Inves­ti­tio­nen zurück und warten lieber ab, da nicht klar ist, ob ihre Anlage noch geför­dert wird.

Dabei hat die Politik den 52-GW-Deckel im Kli­ma­pa­ket 2019 eigent­lich abge­schafft, jedoch wird die Umset­zung seitdem vertagt. Denn die Regie­rungs­ko­ali­tion will aus­schließ­lich einen gemein­sa­men Deal zusam­men mit einer Windkraft-Abstandsregelung. Diese liegt aber auf­grund regio­na­ler Beson­der­hei­ten noch in weiter Ferne. Leider führt das dazu, dass auch die Abschaf­fung des 52-GW-Deckels weiter „vertagt“ wird. Das ver­un­si­chert die Haus­be­sit­zer, Betrei­ber, Händler, das Hand­werk und gefähr­det Arbeits­plätze.

Schon im Sommer könnte es soweit sein und die Betrei­ber von kleinen und mitt­le­ren Solar­an­la­gen, welche mit einer festen Ein­spei­se­ver­gü­tung rechnen, erhal­ten kein Geld mehr. Eine Kata­stro­phe für ihre Finan­zie­rungs­mo­delle und ganz beson­ders auch für den wei­te­ren Ausbau der Erneu­er­ba­ren und das Errei­chen der Kli­ma­ziele in Deutsch­land. Das müssen wir ver­hin­dern.

Deshalb startet des Solar­spe­zia­list SMA eine Kam­pa­gne, an dem sich auch die Ener­gieb­log­ger betei­li­gen.

Wie ent­schei­dend die Abschaf­fung des Deckels ist, machte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten König deut­lich: „Die Zeit läuft ab, um den Aus­bau­de­ckel für neue Solar­dä­cher zu besei­ti­gen. Die Bun­des­re­gie­rung darf Pho­to­vol­taik und Wind­kraft nicht länger gegen­ein­an­der aus­spie­len. „Der Ver­hand­lungs­po­ker zu Lasten des Kli­ma­schut­zes und auf dem Rücken der Solar­bran­che muss endlich ein Ende haben.“

In einem offenen Brief des BSW an das Ber­li­ner Kanz­ler­amt im April for­der­ten mehr als 2.000 Unter­neh­men aus der Ener­gie­bran­che eine unver­züg­li­che Strei­chung des 52-GW-PV-Deckels. Doch auf einem Gip­fel­tref­fen einig­ten sich die Ver­tre­ter von Bund und Ländern mal wieder nicht.

Mehr zu Aktion von SMA gibt es hier: https://​www​.sma​-sunny​.com/​d​e​r​-​p​v​-​d​e​c​k​e​l​-​m​u​s​s​-​j​e​t​z​t-weg/

 

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