Blockheizkraftwerke werden auch in Zukunft wegen ihrer Effizienz ein probates Mittel zur Eigenversorgung von Immobilien mit Strom und Wärme sein. Foto: VNG

Gebäu­de­sa­nierung: Was geht, was nicht?

von | 14. Oktober 2020

Wenn man davon ausgeht, dass alle 20 Jahre eine Ener­gie­ver­sor­gungs­anlage ausge­wechselt werden muss, stehen Verwalter nur selten vor der Frage: Was nun? Doch wenn die Zeit ran ist, ist guter Rat meist teuer. Und er kann sogar noch teurer werden, entscheidet man sich für das falsche Versor­gungs­system. Hinzu kommen Unter­schiede zwischen Wohn- und Nichtwohngebäuden.

Die Aufgabe, den Bestand auf Ener­gie­ef­fi­zienz zu trimmen, ist riesig. Allein zwei Drittel der gut 18,6 Millionen Wohn­ge­bäude in Deutschland wurden vor 1979 errichtet. Zwar wurden viele davon inzwi­schen gedämmt und mit neuen Heizungs­an­lagen ausge­stattet. Doch der derzeitige Stand der Technik, der in etwa dem KfW-​70-​Standard mit Verbräuchen von 80 bis 100 kWh je Quadrat­meter und Jahr entspricht, ist so nicht oder nur schwer und mit hohem wirt­schaft­lichen Aufwand zu erreichen. Genau dieser Standard ist jedoch in Zukunft nach dem neuen Gebäu­de­en­er­gie­gesetz (GEG) der bestim­mende und muss auch bei umfas­senden Sanie­rungen im Privat­sektor erreicht werden.

Falls Gebäude noch nicht entspre­chend gedämmt sind, und das schließt auch eine Wärme­schutz­ver­glasung mit ein, wäre dies ein erster Ansatz – investiv ist dieser auch der inten­sivste. Dazu gehören die Dämmung von Außen­wänden, Dach und Keller sowie der Einsatz von Wärme­schutz­fenstern. Das fordert das GEG indirekt auch für Neubauten, zumindest sind die dort aufge­führten Werte nicht ohne Dämmung zu erreichen. Im Wohn­be­reich wird dies übrigens mit bis zu 30.000 Euro je Wohn­einheit gefördert


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Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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