Alle fossilen Brennstoffe im Wärmemarkt, wie hier Fernwärme aus Kohlekraft im Kraftwerk Lippendorf, verteuern sich durch das BEHG. Foto: Frank Urbansky

Grüner Deal – hohe Kosten?

von | 5. Mai 2021

Der Green Deal soll ganz Europa umwelt­freund­licher machen – auch die deutsche Wohnungs­wirt­schaft. Das derzeit auffäl­ligste Zeichen sind steigende Kosten für fossile Brenn­stoffe im Wärme­markt – die aber erst einmal von den Mietern zu tragen sind. Doch die Gene­ral­stra­tegie der Treib­haus­gas­neu­tra­lität bis 2050 umfasst noch weitere Maßnahmen, die allesamt Geld kosten. Zum Glück kann man den stei­genden Kosten jedoch etwas entgegensetzen.

Wenn Europa klima­neutral werden soll, muss man im Gebäu­de­sektor ansetzen. Denn der verbraucht 40 % aller Energie – Wärme, Warm­wasser, Strom, Kühlung. Der Green Deal der EU, der auch in Deutschland umgesetzt werden muss, will genau dies stemmen. Ein erstes Gesetz, das hier­zu­lande für mehr Klima­neu­tra­lität im Wärme­markt sorgen soll, ist das Brenn­stoff­emis­si­ons­han­dels­gesetz (BEHG). Es gilt seit Anfang dieses Jahres und wird bis 2025 konti­nu­ierlich alle fossilen Brenn­stoffe im Wärme­markt verteuern. Danach erfolgt eine Über­führung in einen halbfeien Zertifikatehandel … .

Wie die ener­ge­ti­schen Sanie­rungen bezahlen

Unstrittig ist, dass genau solche Gesetze nötig sind. Dennoch geht es nicht nur darum, fossile Brenn­stoffe teurer zu machen, sondern effi­zi­entere Gebäude zu bekommen, die deutlich weniger Energie verbrauchen. …


Gekürzt. Geschrieben für DW Die Wohnungs­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 05/​2021. Zum Abon­nement der Zeit­schrift Die Wohnungs­wirt­schaft geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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