Daniel Breloer ist Senior Manager bei KPMG Deutschland und Spezialist für Stromnetze. Foto: KPMG

Netz­ver­luste dürfen nicht mit Grünstrom ausge­glichen werden

von | 22. Dezember 2021

Verluste im Stromnetz, die unwei­gerlich auftreten, dürfen nicht mit erneu­er­barem Strom ausge­glichen werden. Netz­be­treiber haben dadurch ein Problem, klima­neutral zu werden.

Netz­ver­luste treten unwei­gerlich auf. Allein im ersten Quartal 2021 betrugen die Netz­ver­luste 7.416.608 MWh. Diese Strom­menge entspricht letzt­endlich der gesamten Offshore-​Windproduktion auf der deutschen Nordsee. Etwa 35 Prozent der Verluste müssen die Über­tra­gungs­netz­be­treiber tragen, den Rest die Verteil­netz­be­treiber. Im Interview beschreibt Daniel Breloer, Senior Manager bei KPMG Deutschland, die derzeitige Situation der Netz­be­treiber bei ihrem Bemühen, auch diese Verlust­energie nach­haltig zu gestalten.

Springer Profes­sional: Zuerst: Gäbe es Maßnahmen, den hohen Anteil an Verlust­energie zu senken?

Daniel Breloer: Maßnahmen gibt es, beispiels­weise kann Verlust­energie durch den Aufbau der Gleich­strom­über­ta­gungs­lei­tungen für die soge­nannten Nord-​Süd-​Transporte minimiert werden. Würden die gleichen Strom­mengen über die Wech­sel­span­nungs­lei­tungen trans­por­tiert, wären die Netz­ver­luste viel höher. Aller­dings eignen sich die Hochspannungs-​Gleichstromübertragung nur für Punkt-​zu-​Punkt-​Verbindungen und nicht für ein vermischtes Netz. Außerdem sind auch noch die Konver­ter­ver­luste von Wechsel- auf Gleich­strom und wieder zurück mit den einge­sparten Netz­ver­lusten gegenzurechnen. …


Gekürzt. Geschrieben für Springer Profes­sional. Der komplette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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