Werden solche Blocks in innerstädtischen Quartieren saniert, sinkt ihr Wärmebedarf – ein Fernwärmeanschluss ist dann nicht mehr sinnvoll. Foto: Frank Urbansky

Dezen­trale Heiz­systeme – Hauptpfad der Wärmewende

von | 11. Februar 2026

Das Zielbild vieler kommu­naler Wärme­pläne hat nur begrenzt mit der Realität in den Heizungs­kellern zu tun. Auf dem Papier ist die Stoß­richtung oft eindeutig: Fernwärme, wo immer es technisch möglich erscheint. In der Praxis jedoch sind die Investitions- und Betriebs­kosten hoch – während dezen­trale Lösungen in den meisten Fällen deutlich günstiger und schneller umsetzbar sind.

Schon heute stoßen kommunale Wärme­pläne an drei harte Grenzen: Finan­zierung, Zeit und Umsetz­barkeit. Wärme­netze müssen geplant, genehmigt, gebaut und finan­ziert werden. Gebäude sind zu sanieren, Über­ga­be­sta­tionen zu instal­lieren, Trassen zu verlegen und Erzeu­gungs­an­lagen umzubauen. All das geschieht in einem Umfeld knapper kommu­naler Haushalte, hoher Baukosten, fehlender Fach­kräfte und wach­sender sozialer Sensi­bi­lität gegenüber stei­gender Wohn- und Energiekosten.

Der bundes­weite Stand der Wärme­planung zeigt diese Diskrepanz nüchtern. Bis Anfang Mai 2025 haben 5.085 Gemeinden (47 Prozent) mit der Wärme­planung begonnen, lediglich 488 Gemeinden (4,5 Prozent) verfügen über einen fertigen Wärmeplan. Zwar leben über 80 Prozent der Bevöl­kerung in Kommunen mit laufender oder abge­schlos­sener Planung, doch die regionale Umsetzung variiert erheblich. Baden-​Württemberg ist aufgrund früher Landes­pflichten weit voran­ge­kommen, während anderswo Daten­lücken bestehen – auch, weil es keine bundes­weite Melde­pflicht gibt. …


Gekürzt. Geschrieben für Fuels Lubes Energie. Der voll­ständige Beitrag ist nur in der Ausgabe 1–2/2026 zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Wie können erneuerbare Kraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr und zu einer sicheren Energieversorgung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 24. Internationale Fachkonferenz „Fuels of the Future“ im CityCube Berlin am 18. und 19. Janaur 2027. Das Programm...

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Wie können erneuerbare Kraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr und zu einer sicheren Energieversorgung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 24. Internationale Fachkonferenz „Fuels of the Future“ im CityCube Berlin am 18. und 19. Janaur 2027. Das Programm...

Digi­tail­i­sierung hilft auch beim Brandschutz

Digi­tail­i­sierung hilft auch beim Brandschutz

Intelligente Brandschutz- und Entrauchungssysteme können ein wichtiger Baustein der digitalen Gebäudeinfrastruktur sein. Was lange Zeit vor allem der Erfüllung regulatorischer Anforderungen diente, gewinnt vor dem Hintergrund von Digitalisierung, demografischem Wandel...