Im Westville wird Abwärme eines Rechenzentrums genutzt. Foto: Mainova

Mit Contrac­ting­mo­dellen zu mehr Abwärmenutzung

von | 4. Mai 2022

Die nutzbaren Poten­ziale von Abwärme in Deutschland sind groß – aus Industrie, Abwas­ser­ka­nälen oder anderen Quellen. Die neue Bundes­re­gierung hat jedoch nur explizit Abwärme aus Rechen­zentren in ihrem Koali­ti­ons­vertrag bedacht. Es braucht also eines wirt­schaft­lichen Anschubs, um die Poten­ziale zu heben. Könnte Contracting hierbei helfen?

Bis 2030 sollen 50 Prozent der Wärme klima­neutral erzeugt werden. Gelingen wird dies nur mit der Nutzung der Abwär­me­po­ten­ziale, die es in Deutschland in Industrie und bei Dienst­leistern, etwa in deren Rechen­zentren, gibt. Nach einer Studie des ifeu von 2021 (Analyse des wirt­schaft­lichen Poten­zials für eine effi­ziente Wärme- und Kälte­ver­sorgung) liegt das derzeit noch brach­lie­gende Potenzial an Abwärme im verar­bei­tenden Gewerbe bei 76 TWh. „Das ist ein Luxus, den wir uns als Gesell­schaft ange­sichts ambi­tio­nierter CO2-​Klimaziele und knapper erneu­er­barer und klima­neu­traler Wärme­quellen in Zukunft kaum mehr leisten können“, erklärt John Miller, stell­ver­tre­tender Geschäfts­führer des Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ver­bandes AGFW und Bereichs­leiter Ener­gie­wirt­schaft und Politik.

Das tech­nische Nach­fra­ge­po­tenzial netz­ge­bun­dener Abwärme wird laut ifeu auf 32,1 TWh geschätzt. Direkt davon genutzt werden könnten 22; weitere 6 TWh wären mittels Wärme­pumpen in Nahwär­me­netzen und Nieder­tem­pe­ra­tur­netzen nutzbar. …


Gekürzt. Geschrieben für Energie&Management. Erschienen in der Ausgabe 5(2022. Der voll­ständige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kosten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­denen Abonnement-​Paketen geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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