Mit Hilfe von Pyrolyse kann aus verschiedenen Ausgangsstoffen ein neuer Grundstoff erzeugt werden. Foto: Fraunhofer UMSICHT

Chemi­sches Recycling zur Rück­ge­winnung von Kunst­stoffen – Weltweite Poten­ziale nutzen

von | 5. Dezember 2023

Die steigende Produktion und Verwendung von Kunst­stoffen braucht effektive Recy­cling­me­thoden. Mecha­ni­sches Recycling stößt insbe­sondere bei stark verschmutzten oder komplexen Kunst­stoffen an Grenzen. Hier setzt das chemische Recycling an. Es zerlegt Kunst­stoffe in ihre chemi­schen Bestand­teile. So werden bisher schwer oder gar nicht recy­celbare Kunst­stoff­reste wieder­ver­wertbar gemacht.

Global fallen jährlich etwa 250 Millionen Tonnen Plas­tikmüll an, 20 Millionen allein in Europa. Davon werden nur rund 9 Prozent weltweit recycelt und im Stoff­kreislauf gehalten, das Gros davon durch mecha­ni­sches Recycling. Chemi­sches Recycling könnte helfen, bisher nicht genutzte Poten­ziale, etwa durch nicht recy­celbare oder verschmutzte Kunst­stoffe, zu erschließen.

Denn die Poten­ziale sind riesig – und ihre Nutzung unbedingt erfor­derlich. Bislang wurden von der Menschheit insgesamt neun Milli­arden Tonnen Kunst­stoff produ­ziert, von denen lediglich zwei Milli­arden Tonnen noch aktiv genutzt werden. Der übrige Großteil hat sich in Abfälle verwandelt und stellt eine massive Bedrohung für die Umwelt dar. Dieser Trend zeigt keine Verlang­samung: Gemäß Schät­zungen der Vereinten Nationen wird die Menge an depo­niertem Plastik bis 2050 auf zwölf Milli­arden Tonnen ansteigen.


Gekürzt. Geschrieben für entsorga, Ausgabe 06/​2023. Der komplette Beittag ist nur dort zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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