Wärmepumpen bei der Komatsu GmbH in Düsseldorf, die sowohl für die Beheizung als auch für die Klimatisierung des Werks verantwortlich sind. Foto: Frank Urbansky

Wärme­pumpen: Viele Chancen, kaum Flops

von | 12. November 2024

Die Wärme­pumpe hat es derzeit schwer. Doch ihr größter Vorteil bleibt: pure Physik. Sie ist ein über­le­genes Heiz­system und bei vielen unserer euro­päi­schen Nachbarn beliebter als hier. Dennoch: Der Markt scheint sich nach dem poli­ti­schen Hin und Her wieder zu erholen. An den kälte­mit­tel­ba­sierten Wärme­er­zeugern führt in Zukunft kein Weg vorbei. Das sollten auch Inves­toren und Entwickler bedenken.

Wie schwierig der Markt für Wärme­pumpen derzeit ist, musste Wilo erfahren. Das Unter­nehmen baut zwar keine Wärme­pumpen, liefert aber die Umwälz­pumpen, die in keiner wasser­ge­führten Heizungs­anlage (und das sind in Deutschland fast alle) fehlen dürfen.

Die Wilo-​Produktionskapazitäten am Standort Dortmund werden angepasst – sprich: Kurz­arbeit für einen Teil der Beleg­schaft in der Produktion und in produk­ti­ons­nahen Bereichen für sechs Monate. Damit reagiert das Unter­nehmen auch auf die Verun­si­cherung des deutschen Heizungs­marktes durch das Gebäu­de­en­er­gie­gesetz (GEG). Dies hat zu einem deut­lichen Nach­fra­ge­rückgang insbe­sondere bei Wärme­pumpen geführt, während fossile Systeme wie die Ölheizung sogar ein kleines Comeback erleben. …


Gekürzt. Geschrieben für Immo­bi­li­en­wirt­schaft. Der voll­ständige Beitrag erschien in der Nummer 05/​2024. Gratis testen unter https://​www​.haufe​-immo​bi​li​en​wirt​schaft​.de

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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