2025 war ein Jahr der energiepolitischen Neujustierung – nicht zuletzt infolge der vorgezogenen Bundestagswahl. Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Investitionen rückten in den Fokus. Die Klimaziele blieben bestehen. Der Weg dorthin soll jedoch pragmatischer sein. Über allem schwebt die Frage: Kann Gesetzgebung wieder verlässlich liefern?
Im Mittelpunkt der Debatte stand das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Kaum ein Regelwerk hat die energiepolitische Diskussion der vergangenen Jahre so stark geprägt. Im Laufe des Jahres wurde deutlich, dass das bestehende Gesetz politisch wie praktisch an seine Grenzen gestoßen war. Komplexe Vorgaben, zahlreiche Ausnahmen und hohe Anforderungen trafen auf einen Gebäudebestand, der kaum standardisierbar ist. Investoren, Wohnungsunternehmen und private Eigentümer verhielten sich abwartend. Planungssicherheit fehlte.
Zum Jahresende folgte der Kurswechsel. Das GEG soll abgelöst werden – aber frühestens ab 2026. Der neue Titel könnte „Gebäudemodernisierungsgesetz” lauten. Inhaltlich kündigte die Bundesregierung einen technologieoffeneren Ansatz mit weniger Detailsteuerung an. Statt einzelner Technologien soll stärker die tatsächliche CO₂-Minderung in den Mittelpunkt rücken. Entscheidend ist der angekündigte Zeitplan: Eckpunkte sollen bis Ende 2025 vorliegen. Offen bleibt bislang, wie eng das neue Gesetz mit der Förderung verzahnt wird. …
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