Ginge es nach der neuen Bundesregierung, sollten noch 20 GW an neuen Gaskraftwerken zugebaut werden. Foto: Frank Urbansky

Warum die Gaskraft­werks­stra­tegie auf wacke­ligen Füßen steht

von | 11. November 2025

Die Bundes­re­gierung setzt auf bis zu 20 GW aus neuen Gaskraft­werke, um Versor­gungs­si­cherheit und Klima­ziele zu vereinen. Doch hohe Kosten, kurze Abschrei­bungs­fristen, Gegenwind aus der EU und eine nicht exis­tie­rende Wasser­stoff­wirt­schaft machen die Strategie riskant und widersprüchlich.

Bis 2030 sollen bis zu 20 Gigawatt (GW) neue Gaskraft­werks­ka­pa­zi­täten entstehen – tech­no­lo­gie­offen, aber mit einem klaren Schwer­punkt auf „H₂-ready”-Anlagen. Etwa 5 GW sollen kurz­fristig ans Netz gehen, die übrigen Kapa­zi­täten ab 2028 über einen neuen Kapa­zi­täts­markt. Dieser sieht vor, dass Betreiber auch dann vergütet werden, wenn sie ihre Anlagen lediglich in Bereit­schaft halten.

Nach zähen Verhand­lungen mit der EU-​Kommission werden es nun offenbar nur noch 12 bis 12,5 Gigawatt. Grund sind strenge EU-​Beihilferegeln, da staat­liche Förde­rungen für den Bau der Kraft­werke als Eingriff in den euro­päi­schen Strom­markt gelten und Wett­be­werbs­ver­zer­rungen vermeiden müssen. Auch Robert Habeck, Vorgänger von Bundes­wirt­schafts­mi­nis­terin Katherina Reiche, hatte seine ursprüng­lichen Pläne bereits auf rund 12 Gigawatt redu­zieren müssen. …


Gekürzt. Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sional. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Wir zeigen für jedes Gebäude eine rationale Wärmelösung“

Interview mit Dr. Katja Nowak, Leitung Klimaneutralität und Energiewende der Stadtwerke Halle, zur kommunalen Wärmeplanung und zum Fernwärmeausbau in Halle (Saale). Welche Stadtgebiete in Halle sind nach aktuellem Stand der Wärmeplanung künftig verbindlich...

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Planung ist bezahlbar, die Umsetzung wird teuer

Kommunale Wärmepläne sind im besten Fall ein verbindlicher, datenbasierter Orientierungsrahmen für den Umbau der Wärmeversorgung. Verbindlich sind sie allerdings nur dort, wo Gebiete für eine künftige Fernwärmeversorgung ausgewiesen werden. Doch selbst das ist...

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Wasser­stoff: Infra­st­uktur ohne Markt?

Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft bleibt deutlich hinter den politischen Erwartungen zurück. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesrechnungshof. Die Prüfer sehen zentrale energie- und industriepolitische Ziele gefährdet: Planung, Priorisierung und Umsetzung der...

„Daten bündeln und Use Cases schaffen”

Daten bündeln und Use Cases schaffen”

Digitale Vernetzung verändert den Betrieb von Immobilien. Live-Daten sollen TGA und Facility Management verbinden. Frank Schröder, Co-Leiter des Gefma-Arbeitskreises "Gebäudebetrieb 4.0" und Director Efficient Technologies bei Phoenix Connect, erläutert im Interview...