Die Bundesregierung setzt auf bis zu 20 GW aus neuen Gaskraftwerke, um Versorgungssicherheit und Klimaziele zu vereinen. Doch hohe Kosten, kurze Abschreibungsfristen, Gegenwind aus der EU und eine nicht existierende Wasserstoffwirtschaft machen die Strategie riskant und widersprüchlich.
Bis 2030 sollen bis zu 20 Gigawatt (GW) neue Gaskraftwerkskapazitäten entstehen – technologieoffen, aber mit einem klaren Schwerpunkt auf „H₂-ready”-Anlagen. Etwa 5 GW sollen kurzfristig ans Netz gehen, die übrigen Kapazitäten ab 2028 über einen neuen Kapazitätsmarkt. Dieser sieht vor, dass Betreiber auch dann vergütet werden, wenn sie ihre Anlagen lediglich in Bereitschaft halten.
Nach zähen Verhandlungen mit der EU-Kommission werden es nun offenbar nur noch 12 bis 12,5 Gigawatt. Grund sind strenge EU-Beihilferegeln, da staatliche Förderungen für den Bau der Kraftwerke als Eingriff in den europäischen Strommarkt gelten und Wettbewerbsverzerrungen vermeiden müssen. Auch Robert Habeck, Vorgänger von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, hatte seine ursprünglichen Pläne bereits auf rund 12 Gigawatt reduzieren müssen. …
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