EEG 3.0 soll 2017 in Kraft treten

GE sieht Offshore-Wind, wie hier vor Helgoland, kritisch. Foto: Urbansky
Künftig auch via Ausschreibung: Offshore-Wind. Foto: Urbansky

Die Pläne des Bundesumweltministeriums, den Ausbau der Erneuerbaren Energien nur noch mit­tels wett­be­werb­li­cher Ausschreibungen zu för­dern, sind seit einer Weile bekannt. Nun wer­den sie kon­kre­ter. Nach einem Bericht der Tageszeitung Die Welt bestä­tigte der für die Energiewende zustän­dige Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Rainer Baake, die gesetz­lich fixier­ten Einspeisevergütung für Strom aus Wind und Sonne abzu­schaf­fen. Insgesamt sol­len so 80 % des Zubaus von Ausschreibungen erfasst wer­den.

Dabei ist nach Auffassung der Welt durch­aus eine Diskrepanz fest­zu­stel­len. Denn bis 2025 soll der Anteil Erneuerbare Energien bis zu 45 % betra­gen (von der­zeit 32 %). Der jähr­li­che Zubau soll aber nicht mehr als 2.500 MW betra­gen. Damit lässt sich die­ses Ziel nicht errei­chen.

Der Bau von Biomasse– und Geothermie-Anlagen werde auch künf­tig nicht aus­ge­schrie­ben. Es gebe hier zu wenig Anbieter, sodass ein Wettbewerb via Ausschreibung kei­nen Sinn ergebe, so Baake. Gleiches gilt nach den bis­he­ri­gen Planungen des BMWi auch für die Wasserkraft.

Damit die Angebotsvielfalt nicht ver­lo­ren geht, sol­len Bürgerenergie-Genossenschaften nicht mit zu hohen finan­zi­el­len Vorleistungen oder Garantien belas­tet wer­den. Anlagen bis zu 1 MW sol­len vom Ausschreibungsprinzip auch des­we­gen aus­ge­nom­men wer­den. Welche Art von Anlagen das betrifft, beschrei­ben meine Energieblogger-Kollegen von energy.net unter ande­rem hier anhand eines Mieterstrom-Modells.

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Der Entwurf für das Erneuerbare-Energien-Gesetzes geht als EEG 3.0 in die Ressortabstimmung. Es soll noch vor der Sommerpause beschlos­sen wer­den und 2017 in Kraft tre­ten.