EE-Ausschreibungen für (fast) alles

Foto: E.ON
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Ausschreibungen für Erneuerbare Energien, bisher nur für Photovoltaik-Anlagen vor­ge­sehen, sollen ab 2017auch für Windkraftanlagen an Land gelten. So will es das Bundeswirtschaftsministerium. Damit wollen die Beamten die Kostendynamik durch­bre­chen.

Doch für die ein­zelnen Energiearten wird es höchst unter­schied­lich zugehen:

Windenergie an Land (Onshore)

  • Ausschreibung für Projekte, die bereits über eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz ver­fügen („späte Ausschreibung“)
  • Sicherheit in Höhe von 30 Euro pro Kilowatt instal­lierter Leistung
  • Errichtung inner­halb von zwei Jahren nach Zuschlagserteilung errichtet werden. Nach ins­ge­samt 30 Monaten ver­fällt der Zuschlag.

Windenergie auf See (Offshore)

  • Ausschreibung mit zen­tralem Modell erfolgen.
  • Behörde ent­wi­ckelt Fläche für zwei Windparks pro Jahr vor­an­ge­schritten.
  • Bieter kon­kur­rieren in Ausschreibung um dessen Errichtung.
  • Beginn in der Nordsee ab 2024, in der Ostsee ab 2021.
  • Für 2021 bis 2023 gilt Übergangslösung vor­ge­sehen.

Photovoltaik

  • Momen­tanes Ausschreibungsverfahren für Freiflächenanlagen wird eva­lu­iert.
  • Ausschreibungen für Photovoltaikanlagen auf bau­li­chen Anlagen wie Deponien und ver­sie­gelten Flächen und auf Gebäuden mit jeweils einer instal­lierten Leistung von über 1 MW.
  • Keine Ausschreibung für kleine und mitt­lere Photovoltaikanlagen mit einer instal­lierten Leistung von bis zu 1 MW.

Biomasse

  • Zunächst keine Ausschreibung vor­ge­schlagen.
  • BMWi prüft, wie eine Ausschreibung für Neuanlagen unter Einbeziehung von Bestandsanlagen sinn­voll sein kann.

Wasserkraft

  • Ebenfalls keine Ausschreibung.

Geothermie

  • Ebenfalls keine Ausschreibung.

Für die letzten drei wird also die Förderung nach dem EEG 2014 fort­ge­führt. Da Wind und Photovoltaik das Gros des hier­zu­lande erneu­er­baren Stroms erzeugen, betreffen die Ausschreibungen logi­scher­weise auch die meisten Erzeuger-Anlagen.