Sieht keine Netzengpässe für die Zukunft: 50Hertz-Geschäftsführer Boris Schucht. Foto: Urbansky

Stromnetz nicht Allheil­mittel für Energiewende

von | 7. November 2016

Die Betreiber von Strom- und Gasnetzen umtreiben gleich mehrere Sorgen. Die Bundes­netz­agentur (BNEtzA) möchte die bisher garan­tierten Renditen aus den Netz­ent­gelten von 9,05 Prozent herunterfahren. 

Gasnetz­be­treiber wissen nicht, ob in Zukunft ihre Technik und ihr Know how gefragt ist, plant doch die Bundes­re­gierung, ihren Ener­gie­träger aus dem Wärme­markt zu verbannen. Und Strom­netz­be­treiber sehen sich mit Bürger­pro­testen gegen den Tras­sen­ausbau konfrontiert.

Das Netzforum des Leipziger Gastrans­por­teurs Ontras versuchte vor gut 80 Teil­nehmern aus Wirt­schaft und Politik auf einige der Fragen Antworten zu finden. Boris Schucht, Geschäfts­führer des vor allem in Ostdeutschland tätigen Strom­netz­be­treibers 50Hertz, stellte dabei vor allem die aktuelle Politik der Bundes­re­gierung in den Mittel­punkt. Niemand glaube mehr, dass die Klima­ziele bis 2035 oder 2050 zu erreichen seien. …

Deutschland werde sich nicht auf Leis­tungs­de­fizite beim Strom verlassen, sondern wie bisher deutliche Über­schüsse produ­zieren. Für die Gaswirt­schaft sei das nicht so schlecht. Man werde deswegen bis 2035 eine neue Gene­ration von Gaskraft­werken sehen, ist Schucht überzeugt. „,

Da der Ausbau der Über­tra­gungs­netze dann abge­schlossen sei, könnten diese Kraft­werke überall in Deutschland entstehen. Sie würden zwar den politisch gewollten Rückgang von Erdgas im im Wärme­markt nicht auffangen, ihn aber stark abdämpfen. Das Gros der Strom­pro­duktion werde dann aber aus Erneu­er­baren Energien kommen. …


Gekürzt. Geschrieben für Ener​gie&​Ma​nagement. Beitrag erschien in den E&M Powernews. Der vollstän­dige Beitrag ist nur dort zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo, dem Arti­kelkauf oder den verschie­de­nen Abonnement-​Paketengeht es hier.

Warum Ener­gie­speicher für die Ener­gie­wende not­wen­dig sind, beschreibt Energieblogger-​Kollege Olof E. Matthaei hier auf sei­nem Blog Energie effi­zi­ent spa­ren.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Intel­li­gentes Laden könnte Milli­arden beim Netz­ausbau sparen

Intel­li­gentes Laden könnte Milli­arden beim Netz­ausbau sparen

Europas Stromnetze müssen für mehr Elektroautos gerüstet werden. Eine Siemens-Studie beziffert den Investitionsbedarf bis 2030 auf 24,7 Milliarden Euro. Intelligentes Laden könnte ihn um 10,6 Milliarden Euro senken. Netzausbau bleibt dennoch nötig. Europa könnte bis...

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Programm für „Fuels of the Future“ 2027 in Berlin steht

Wie können erneuerbare Kraftstoffe zum Klimaschutz im Verkehr und zu einer sicheren Energieversorgung beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die 24. Internationale Fachkonferenz „Fuels of the Future“ im CityCube Berlin am 18. und 19. Janaur 2027. Das Programm...

Kern­aufgabe: Bestand nach­haltig betreiben

Kern­aufgabe: Bestand nach­haltig betreiben

Ein nachhaltiger Betrieb von Gebäuden ist bei Neubauten leichter zu realisieren als im Bestand. Gesetzgebung, steigende Energiekosten und ESG-Kriterien stellen Immobilienverwalter vor neue Aufgaben. Gute Daten und zukunftsfähige Technologien helfen bei ihrer...