Am 17. und 18. Februar 2027 trifft sich die Branche in Stockholm zur Lignofuels 2027. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Voraussetzungen lignozellulosische Kraftstoffprojekte erfüllen müssen, um Investoren zu gewinnen und im industriellen Maßstab umgesetzt zu werden.
Technologien entwickeln, Demonstrationsanlagen betreiben und politische Ziele formulieren: Damit allein ist der Markthochlauf alternativer Kraftstoffe noch nicht geschafft. Entscheidend ist, ob aus technischen Fortschritten wirtschaftlich tragfähige Projekte entstehen. Genau hier setzt die von ACI veranstaltete Lignofuels 2027an.
Nach Angaben des Veranstalters kamen zur Vorgängerkonferenz 2026 mehr als 100 Führungskräfte in Helsinki zusammen. Die kommende Ausgabe in Stockholm soll über die Beschreibung bestehender Hürden hinausgehen: Was muss sich konkret ändern, damit Projekte eine endgültige Investitionsentscheidung erreichen und kommerziell umgesetzt werden können?
Von der technischen Machbarkeit zur Finanzierung
Lignofuels sind Kraftstoffe auf Basis lignozellulosischer Biomasse. Dazu zählen beispielsweise Rohstoffe aus der Forstwirtschaft und landwirtschaftliche Reststoffe. Auch geeignete biogene Siedlungsabfälle stehen auf der Konferenzagenda.
Für den Ausbau der Produktion müssen mehrere Faktoren zusammenpassen: eine verlässliche Rohstoffversorgung, leistungsfähige Technologien, tragfähige Kostenstrukturen und gesicherte Absatzmärkte. Hinzu kommt die Finanzierung – insbesondere bei ersten kommerziellen Anlagen, deren Risiken sich noch nicht anhand langjähriger Betriebserfahrungen bewerten lassen.
Die Konferenz will deshalb untersuchen, wie sich Eigenkapital und Risikokapital für solche Erstanlagen mobilisieren lassen, bevor eine klassische Projektfinanzierung verfügbar ist. Ebenso wichtig ist die Frage, an welchen Stellen der Wertschöpfungskette tatsächlich Wert und auskömmliche Margen entstehen können.
Belastbare Betriebsergebnisse statt bloßer Projektankündigungen
Ein Schwerpunkt liegt auf der Bewertung des industriellen Fortschritts. Welche Projekte liefern bereits belastbare Betriebsdaten? Welche Verbesserungen sind messbar? Und welche Meilensteine machen eine Vergrößerung der Anlagen glaubwürdig?
In einer eigenen Sitzung sollen die wirtschaftlichen Annahmen von Projekten kritisch geprüft werden. Dabei geht es unter anderem um:
- Investitionskosten und technologische Leistungsfähigkeit,
- Verfügbarkeit, Kosten und Risiken der Rohstoffversorgung,
- langfristige Abnahmevereinbarungen,
- Marktannahmen und die daraus abgeleitete Wirtschaftlichkeit.
Damit rückt die Konferenz jene Fragen in den Vordergrund, die für Investitionsentscheidungen besonders relevant sind.
Nachfrage, Regulierung und neue Absatzmärkte
Neben Technologie und Finanzierung entscheidet die Nachfrage darüber, ob neue Produktionskapazitäten entstehen. Die Lignofuels 2027 widmet sich deshalb der langfristigen Rolle dieser Kraftstoffe im Straßenverkehr sowie der Entwicklung eines tragfähigen Marktes in der Schifffahrt.
Ein weiterer Schwerpunkt sind nachhaltige Flugkraftstoffe aus lignozellulosischen Rohstoffen, auch als lignozellulosisches SAF bezeichnet. Diskutiert werden sollen insbesondere die Stärkung der Nachfrage und langfristige Abnahmeverträge.
Übergreifend steht die regulatorische Planungssicherheit zur Debatte: Bieten die politischen Rahmenbedingungen ausreichend langfristige Orientierung, damit Unternehmen und Kapitalgeber Investitionen tragen können?
Austausch entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Die Veranstaltung richtet sich an Kraftstoffproduzenten, Raffinerien, Rohstofflieferanten, Technologieentwickler und Anlagenbauer ebenso wie an Kraftstoffabnehmer, Banken, Investoren, Politik und Forschung.
Die Agenda macht deutlich: Der nächste Entwicklungsschritt der Branche hängt davon ab, Rohstoffversorgung, Technologie, Finanzierung und Absatz gemeinsam zu betrachten. In Stockholm soll diskutiert werden, wie sich diese Voraussetzungen zu investierbaren Projekten verbinden lassen.
Lignofuels 2027 im Überblick
- Termin:17. und 18. Februar 2027
- Ort:Stockholm, Schweden
- Veranstalter:ACI
- Programm: Konferenzagenda ansehen – über LinkedIn
- Teilnahme: Weitere Informationen und Anmeldung – über LinkedIn
- Kontakt für Informationen und Sonderkonditionen:Dimitri Pavlyk, dpavlyk@acieu.net, Telefon: +44 (0)203 141 0610





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