Flüs­sig­gas – eine Alter­na­tive (nicht nur) für gas­netz­freie Gegenden

Größer muss ein Flüssiggas-Tank nicht sein. Er lässt sich ober- und unterirdisch installieren. Foto: DVFG / Uwe Frauendorf Flüssiggas, LPG, Tank, Sicherheit, Heizung
DVFG Forum Flüssiggas 2015 in Radebeul / Dresden foto@uwefrauendorf.de

Wenn es um die Sanie­rung von Wär­me­er­zeu­gern geht, liegt der Fokus u.a. auf Brenn­stof­fen wie Öl oder Erdgas. Doch bei der Planung einer neuen oder dem Ersatz einer alten Heizung kann auch Flüs­sig­gas als Alter­na­tive erwogen werden. 

Der Brenn­stoff ist ähnlich emis­si­ons­arm wie Erdgas, preis­lich attrak­tiv und für Gegen­den ohne Gasnetz äußerst prak­tisch. Bei der Planung und der Instal­la­tion muss jedoch weit vor­ge­dacht werden.

Im Gegen­satz zum Autogas, einem Gemisch von Propan und Butan, kommt im Wär­me­markt nur reines Propan zum Einsatz. Aktuell werden in Deutsch­land rund 600.000 Woh­nun­gen damit beheizt. Das ent­spricht 1,5% aller Hei­zungs­an­la­gen. Eine Analyse des Deut­schen Ver­ban­des für Flüs­sig­gas (DVFG) ergab ein wei­te­res Markt­po­ten­zial von 2,8 Mio. Ölhei­zun­gen, die in Gegen­den ohne Gasnetz liegen. Die Argu­men­ta­tion: Flüs­sig­gas ist weitaus emis­si­ons­är­mer als Heizöl und reicht hier an Erdgas heran, das auch von der Bun­des­re­gie­rung als Brü­cken­tech­no­lo­gie der Ener­gie­wende geschätzt wird.

Die Menge Koh­len­di­oxid, die pro Kilo­watt­stunde Brenn­stoff­ein­satz ent­steht, ist bei Flüs­sig­gas im Ver­gleich zu Strom und Heizöl also deut­lich gerin­ger. Schad­stoff­bil­dende Kom­po­nen­ten wie Schwe­fel und seine Ver­bin­dun­gen sind prak­tisch nicht vor­han­den. Dennoch ver­sucht die Politik, neben Heizöl und Erdgas auch Flüs­sig­gas aus deut­schen Kellern zu verbannen. …

Vom DVFG wird das kri­tisch gesehen, da der Weg zum Errei­chen der Kli­ma­schutz­ziele nach diesen Plänen wirt­schaft­lich und sozi­al­ver­träg­lich gestal­tet werden solle. Ein zu früher Ver­zicht auf den Einbau von Flüssiggas-Heizungsanlagen könne zu einem unver­hält­nis­mä­ßi­gen Anstieg der Bau­kos­ten führen. Hinzu komme, dass der Entwurf nicht zwi­schen Heizöl und Flüs­sig­gas als Heiz­ener­gie differenziere.

Sein „Umwelt­image“ könnte Flüs­sig­gas zudem ab dem nächs­ten Jahr ver­bes­sern. Denn dann kommt in Deutsch­land Bio­pro­pan auf den Markt. Das Biopropan-Angebot wird nach einer aktu­el­len Studie der Deut­schen Energie-Agentur (dena) in den kom­men­den Jahren deut­lich steigen und kann bei ent­spre­chen­der Markt­nach­frage mehrere TWh betragen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für IKZ. Erschie­nen in 11/2016. Der kom­plette Beitrag ist auch hier online zu lesen.