Prüfstand zur Untersuchung der Wirkfähigkeit von Mineralöl-Additiven bei der Zumischung zu Brenn- und Kraftstoffen.

Wie harmlos sind Additive

von | 17. Mai 2016

Heizöl ist nicht gleich Heizöl. In manchen Kellern stinkt es, in anderen nicht. Ein Grund sind die Additive, die ihm beigefügt werden. Die machen es lager­sta­biler oder aber auch geruchs­neutral. Additive gibt es auch in Kraft­stoffen. So kommt kein Formel-​1-​Bolide ohne seinen mitels zusatz­mit­telchen hoch­ge­züch­teten Kraft­stoff aus. Doch wie gefährlich sind diese Additive, die ansonsten eher nützliche Dienste tun?

Das OWI Oel-​Waerme-​Institut, ein Anistitut der renom­mierten RWTH Aachen, unter­sucht aktuell und bis 2017 die Wirk­fä­higkeit von Mineralöl-​Additiven und deren Erfüllung von Mindest­an­for­de­rungen (No-​Harm-​Kriterien) bei der Zumi­schung zu Brenn- und Kraft­stoffen. Im Mittel­punkt der Unter­su­chung steht die Frage, inwieweit die zuneh­mende Diver­si­fi­kation und Alte­rungs­pro­zesse von Brenn- und Kraft­stoffen während ihrer Lagerung die Wirk­fä­higkeit der Additive beein­träch­tigen oder womöglich negative Effekte durch unvor­her­ge­sehene Wech­sel­wir­kungen entstehen können. Anhand der Unter­su­chung sollen Maßnahmen abge­leitet werden, um bestehende Additive zu verbessern und neue zu entwickeln.

Die Ergeb­nisse können dazu beitragen, die Betriebs­si­cherheit von tech­ni­schen Systemen wie Heiz­öl­brennern und Motoren weiter zu erhöhen. Zusätzlich können neue Additiv-​Testverfahren entwi­ckelt werden.

Arbeits­ziele

  • Stabi­li­sie­rungs­ad­ditive (primäre und sekundäre Antioxidantien),
  • Fließ­ver­bes­serer,
  • Schmier­fä­hig­keits­si­che­rungs­ad­di­tiven.

Zu diesem Zweck sollen die Alte­rungs­pro­dukte, die in Bioheizölen entstehen, analy­siert werden. So können die für poten­tiell negative Wech­sel­wir­kungen mit den Additiven verant­wort­lichen Alte­rungs­pro­dukte iden­ti­fi­ziert werden. Durch das Projekt wird die Voraus­setzung geschaffen, Additive bei Bedarf so zu entwi­ckeln, dass sie entweder uner­wünschte Wech­sel­wir­kungen unter­binden oder diese nicht eingehen können.

Weitere Unter­su­chungen sollen den Effekt einer Vermi­schung von verschie­denen Additiven als auch den unter­schiedlich degra­dierten Brenn­stoffen analy­sieren. So kann die Betriebs­si­cherheit von tech­ni­schen Systemen wie Heiz­öl­bren­ner­sys­temen und Kraft­stoff­ein­spritz­sys­temen weiter erhöht werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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