4. PV‐Ausschreibung: Nur eine Genos­sen­schaft traut sich

Der Solarpark Leibertingen der EnBW. Foto: EnBW / Uli Deck Bürgerenergie, Energiegenossenschaft, Ausschreibung, EEG
Die Energiewirtschaft hat bei den PV-Ausschreibungen die Nase vorn. Foto: EnBW / Uli Deck

Zur vierten Aus­schrei­bungs­runde für Photovoltaik‐Freiflächenanlagen wurden 108 Gebote ein­ge­reicht. Wie die Bun­des­re­gie­rung mit­teilt, betrug das gesamte Gebots­vo­lu­men 539.790 Kilo­watt. Der nied­rigste Gebots­wert habe bei 6,94 Cent pro Kilo­watt­stunde und der höchste bei 10,98 Cent pro Kilo­watt­stunde gelegen. Der men­gen­ge­wich­tete Durch­schnitts­wert betrage 7,97 Cent pro Kilo­watt­stunde.

Die Genos­sen­schaf­ten, bisher einer der Träger der Ener­gie­wende, haben sich, wie das schon zu befürch­ten war, aus den Aus­schrei­bun­gen wei­test­ge­hend her­aus­ge­hal­ten. Ledig­lich eine Genos­sen­schaft habe sich bei einem Projekt von 1,4 MW betei­ligt.

4. PV Ausschreibung Daten der Bieter kWh juristische Personen
Daten: Bun­des­tag

Hinzu kommen noch 2 andere juris­ti­sche Per­so­nen, deren Status jedoch im Bericht unklar bleibt und die sich um knapp 10 MW bewer­ben, sowie 6 natür­li­che Per­so­nen mit 6,3 MW.

4. PV Ausschreibung Daten der Bieter kWh juristische Personen

Damit ver­schärft sich der Trend, der schon bei der 2. Aus­schrei­bungs­runde zu sehen war und sich bei der 3. Aus­schrei­bungs­runde ver­dich­tete – die Ener­gie­wende in Bür­ger­hand ist durch das Aus­schrei­bungs­mo­dell abge­würgt. Denn von allen Geboten, ins­ge­samt 108, wurden nur 9 von Bürgern oder Genos­sen abge­ge­ben. Das sind gerade mal 8,3 %. in der 3. Aus­schrei­bungs­runde waren es noch 18,6 %. Der über­große Rest waren, wie auch jetzt, reine Wirt­schafts­un­ter­neh­men.


Eine Mög­lich­keit, wie Bürger auch außer­halb von Genos­sen­schaf­ten an der Ener­gie­wende betei­ligt werden können, wird hier von den Energieblogger‐Kollegen auf dem Blog Milk the Sun beschrie­ben.