Auch der Austausch von Ölkesseln wird weiterhin gefördert. Foto: intelligent-heizen.info Heizöl, Handwerk, Ölheizung, Heizungsbauer

Warum Hand­werker die Ölheizung lieben

von | 2. November 2016

Die 2015er Absat­zahlen sahen die Ölheizung mit einem Absatzplus von 30 Prozent weit vorn – auch wenn das Ausgangs­niveau ein recht niedriges war.

Nach Jahren der Stagnation, so scheint es, trauen sich Konsu­menten wieder an die Ölheizung – auch im Neubau. Doch das bleibt nur so, wenn das Handwerk von der Tech­no­logie überzeugt ist. Dafür spricht vieles, denn die Vorteile sind immens.

Setzen auf Bewährtes

Hand­werker sind meist recht boden­ständige Menschen. Sie setzen auf Bewährtes, Neues wird kritisch geprüft und wenn es sich als zuver­lässig erweist, auch über­nommen. Wenn nicht, dann nicht. Hersteller von Heiz­sys­temen, die auf Erneu­erbare Energien setzen, wissen davon ein Klagelied zu singen. Aktuell boomen Ölheizungen. …

Die Vorsicht der Hand­werker und deren Empfehlung pro fossile Heiz­systeme – vor allem bei der Anla­gen­mo­der­ni­sierung im Gebäu­de­be­stand – hat aktuell aber nicht nur einen preis­lichen, sondern einen ganz einfachen Hinter­grund: Ihre Kunden sind oft jahr­zehn­telang an die Technik gebunden, die eingebaut wurde. Und wenn die nicht zuver­lässig Dienst tut, ist der Kunde nicht nur sauer, sondern fast immer auch weg. Aber auch der ener­ge­tische Zustand eines Gebäudes spielt natürlich eine Rolle. Alte Gemäuer lassen sich mit Öl und Gas nun mal zuver­läs­siger wärmen als mit einer Wärmepumpe.

Vor diesem Hinter­grund hat die Ölheizung beim Handwerk ein Stein im Brett. Denn die Technik ist ausge­reift und zuver­lässig – sehr zum Ärger von Klima­po­li­tikern, die alte Heizungen per Gesetz aus den Kellern befördern wollen.

Heizölland Burla­dingen

Deswegen muss den Herstellern und den Kunden der Ölhei­zungen nicht bange werden. „95 Prozent aller Kunden bleiben bei der Ölheizung“, schätzt Dieter Maichle, der von Burla­dingen aus insgesamt 3.000 Haushalte mit Ölhei­zungen betreut. Dabei muss er den Kunden zum Verbleib beim Heizöl kaum raten. Die wollten von selbst nichts anderes.

Wenn sie doch mal mit der Idee einer Pellet­heizung kämen, rät er ihnen lieber ab, da der Wartungs­aufwand neben Geräte- und Instal­la­ti­ons­kosten viel höher wäre – und verzichtet so auf ein für ihn gutes Geschäft. Ein weiterer Vorteil: Bei einer Brennwert-​Ölheizung im raum­luft­un­ab­hän­giger Betrieb muss der Schorn­stein­feger nur alle zwei Jahre kommen, bei einer Pellet­heizung hingegen zwei Mal im Jahr. Aus das spart den Kunden Kosten. …


Gekürzt. Geschrieben für Brenn­stoff­spiegel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 11/​2016 zu lesen. Zum kos­ten­freien Probeabo geht es hier. 

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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