Gibraltar verbannt Mikroteilchen aus Plastik

Gibraltar will nachhaltiger wirtschaften. Foto: Kexbox / Wikimedia
Gibraltar will nachhaltiger wirtschaften. Foto: Kexbox / Wikimedia

Die Klimapolitik steht seit gerau­mer Zeit wie­der im Fokus inter­na­tio­na­ler Aufmerksamkeit und wird in den Medien und der Presse breit dis­ku­tiert. Nicht zuletzt auf­grund der Rolle der Vereinigten Staaten ist die Klimathematik wie­der rele­vant und erregt die Gemüter. Präsident Donald Trump kün­digte auf dem G20-Gipfeltreffen an, aus dem Pariser Klimaabkommen aus­zu­stei­gen und hat dies inzwi­schen wah­re­macht – auch wenn erst ab dem Jahr 2020.

Um ein Zeichen gegen die prä­si­den­ti­elle Klimapolitik zu set­zen, spre­chen sich ein­zelne Firmen und Unternehmen inner­halb der USA für den Klimaschutz aus und beschlie­ßen Ziele und Beschränkungen, die sie anschlie­ßend selbst befol­gen wol­len. Besonders die gro­ßen Firmen im Silicon Valley, Kalifornien, haben einen enor­men Anteil am CO2-Ausstoß, ste­hen gleich­zei­tig aber auch für eine ver­ant­wor­tungs­volle und zukunfts­ori­en­tierte Klimapolitik.

Firmen schützen selbst

In Zusammenarbeit mit den euro­päi­schen Staaten wer­den so Vorgehensweise ent­wi­ckelt, die dafür sor­gen sol­len, bei­spiels­weise die Erderwärmung, den Anstieg des Meeresspiegels und die Umweltverpestung zu ver­hin­dern, oder aber zumin­dest zu begren­zen. Handfest wur­den der­ar­tige Bemühungen an einem Vertrag, den über 100 ame­ri­ka­ni­sche Firmen unter­zeich­net haben. Dieser Vertrag sieht vor, die Ziele, wel­che im Pariser Klimaabkommen fest­ge­hal­ten wur­den, ein­zu­hal­ten und sich somit der Politik Trumps zu wider­set­zen.

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Keine Mikroteilchen in Plastik

Gute Nachrichten kom­men auch aus Gibraltar. Das bri­ti­sche Überseegebiet, gele­gen an der Südspitze der ibe­ri­schen Halbinsel, hat nun Maßnahmen beschlos­sen, die auf inter­na­tio­na­ler Ebene Anerkennung geern­tet haben. Zwei Vorschriften ste­hen bei die­sen Maßnahmen beson­ders im Fokus. Zum einen beschloss Gibraltar, den Blauflossen Thunfisch nicht wei­ter zu befi­schen, zum ande­ren wer­den Mikroteilchen aus Plastik ver­bannt.

Der Verzicht auf die wei­tere Verarbeitung von Mikroplastikteilchen ist ebenso eine Reaktion auf die Umweltverschmutzung, die mit die­sen Teilchen ein­her­geht. Fische neh­men die Kleinstteilchen auf, wobei diese nicht im Wasser auf­ge­löst wer­den kön­nen und sich in den Fischen abla­gern.
Diese Maßnahmen stel­len jedoch nur den Anfang eines kli­ma­tech­ni­schen Umdenkens dar. In Gibraltar gilt es unzäh­lige Firmen, dar­un­ter große Unternehmen wie Simple Group, Banco Galliano, bwin und auch Morrisons Supermarkets. Diese Firmen neh­men sich die oben erwähn­ten Verträge und Richtlinien der Firmen in den USA zum Vorbild und könn­ten in Zukunft Konzepte ent­wi­ckeln, die ähn­li­che Ziele ver­fol­gen.