Das IGT vergleicht E-Autos hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit. Foto: Urbansky

E‑Mobilität: Check­liste für Ladestationen

von | 11. August 2017

Die Ener­gie­wende im Haus und ins­be­son­dere die Hebung von Einspar­po­ten­zialen wird nicht ohne Digi­ta­li­sierung gelin­gen. Das Münchener IGT – Institut für Gebäu­de­tech­no­logie gibt monat­lich Tipps her­aus, mit denen Mietern, Verwaltern und TGA-​Verantwortlichen die Steuerung der Haus­technik leicht gemacht wer­den soll. Im August erstellten die Wissen­schaftler eineCheck­liste für E‑Ladesäulen. Ob nun schneller oder langsamer: Die Markt­ent­wicklung von Elek­tro­mo­bi­lität lässt sich nicht aufhalten. Um entspre­chende Elek­tro­fahr­zeuge aufladen zu können, werden Lade­sta­tionen (z.B. Lade­säulen oder Wall-​boxen) benötigt. Deshalb werden in naher Zeit Lade­sta­tionen beim heimi­schen Stell­platz, d.h. der Garage oder dem Car-​Port, zur Stan­dard­aus­stattung gehören. Das gleiche gilt für Unter­nehmen bei Firmen­park­plätzen für Mitar­beiter und Besucher.

Solche Lade­sta­tionen sind für den Lade­vorgang zuständig und können zunächst die Lade­leistung in Abhän­gigkeit der erlaubten Gesamt­be­lastung des elek­tri­schen Netzes bzw. der jeweils aktuellen Ertrags­leistung einer Photovoltaik-​Anlage regeln. Zusätzlich sind sie für eine Reihe von Sicher­heits­funk­tionen (Verrie­gelung der Stecker während des Lade­vor­gangs, Über­wa­chung des Schutz­leiters, Über­wa­chung von Fehler­strömen etc.) bzw. die Auto­ri­sierung (d.h. die Über­prüfung von Benutzern und Nutzungs­rechten) zuständig.

Aus diesen Gründen verfügen Lade­sta­tionen über einen inte­grierten Controller bzw. eine inte­grierte Steuerung, mit der man von außen kommu­ni­zieren kann und sollte. Um diese Controller geht es in diesem Tipp – genauer gesagt die wesent­lichen Ansprüche an die IT-​Funktionalität bzw. die Inte­gration in das heimische Netz bzw. Anbindung an die Gebäudeautomation.

Funk­tio­na­lität wichtig

Wie funk­tional sind die Lade­sta­tionen der Hersteller? Inter­es­san­ter­weise sind die jewei­ligen Funk­tionen sehr unter­schiedlich – die Branche ist noch weit davon entfernt, sich auf ein halbwegs einheit­liches Funk­ti­ons­spektrum zu einigen.

Teilweise ist in den Lade­sta­tionen ein WLAN-​Access-​Point inte­griert (um auch beim Stell­platz des E‑Fahrzeugs die Möglichkeit zu gewähr­leisten, über eine APP den Ladevorgang/​status einsehen zu können). Dabei gibt es Hersteller, bei denen man den Netz­werk­schlüssel nicht ändern kann. Wenn man diesen einmal an Freunde oder Kunden kommu­ni­ziert hat und später die Freund­schaft oder Kunden­be­ziehung auflöst, dann ist es nicht möglich, den Zugang zur Lade­station zu sperren.

Anderes Beispiel: Inzwi­schen gibt es viel­fältige System­ein­stel­lungen bei den Lade­sta­tionen. Im Bereich von IT-​Komponenten ist es üblich, eine Konfi­gu­ra­ti­ons­si­cherung zu machen und diese wieder einspielen zu können. Oder man kann eine Konfi­gu­ration auf Werks­ein­stel­lungen zurück­setzen. Diese im IT-​Bereich ganz selbst­ver­ständ­lichen Funk­tionen sind bei den Controllern von Lade­säulen oft nicht vorhanden.

Die Check­liste kann hier herun­ter­ge­laden werden.

Der Tipp des Monats des IGT kann hier abon­niert werden.


Mit der über­fäl­ligen Verkehrs­wende befasst sich auch Energieblogger-​Kollege Björn Katz hier auf sei­nem Blog Stromauskunft.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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