Licht kann man auch mieten

Die Miete eines Beleuchtungssystems hat gegenüber der Eigeninvestition nicht nur deutliche betriebswirtschaftliche Vorteile. Foto: Mario Dirks
Die Miete eines Beleuchtungssystems hat gegenüber der Eigeninvestition nicht nur deutliche betriebswirtschaftliche Vorteile. Foto: Mario Dirks

Was unsin­nig klingt, ist ein hand­fes­ter, betriebs­wirt­schaft­li­cher Vorteil: Will jemand seine Licht­an­lage erneu­ern und auf effi­zi­en­tes LED umstel­len, so muss er keine riesige Inves­ti­tion tätigen, sondern kann Instal­la­tion und Betrieb des Beleuch­tungs­sys­tems mieten.

Gene­rell sind die Beleuch­tungs­kos­ten in Unter­neh­men – im Gegen­satz zu den ein Prozent bei Pri­vat­haus­hal­ten – recht hoch. Dabei gibt es von Branche zu Branche Schwan­kun­gen. Bei Gewerbe und Dienst­leis­tun­gen liegt der Anteil der Beleuch­tungs­kos­ten am gesam­ten Ener­gie­ver­brauch bei 15 Prozent. Im Groß‐ und Ein­zel­han­del kann er sogar auf 50 bis 70 Prozent anstei­gen.

Hinzu kommen arbeits­recht­li­che Vor­schrif­ten. Im gewerb­li­chen und indus­tri­el­len Bereich, aber auch in Büros, sind Beleuch­tungs­stär­ken durch die Arbeits­stät­ten­richt­li­nien vor­ge­ge­ben. Mit ver­al­te­ten Beleuch­tungs­sys­te­men sind diese Normen zwar auch zu erfül­len, aber nur mit enormen Ener­gie­auf­wand. Moderne LEDs (für light‐emitting diode) hin­ge­gen errei­chen eine schnelle und dau­er­hafte Ein­spa­rung von min­des­tens 65 Prozent dieser Beleuch­tungs­kos­ten.

LEDs mit deut­li­chen Vor­tei­len

LED, hier als OLED in beliebiger Form angepasst, sind sehr effizient, haben eine lange Lebensdauer und so gut wie keine Brandgefahr. Foto: licht.de
LED, hier als OLED in belie­bi­ger Form ange­passt, sind sehr effi­zi­ent, haben eine lange Lebens­dauer und so gut wie keine Brand­ge­fahr. Foto: licht​.de

Zudem haben die LEDs eine bessere Licht­qua­li­tät, was vor allem den Arbeits­be­din­gun­gen im indus­tri­el­len und gewerb­li­chen Bereich ent­ge­gen­kommt. Weitere Vor­teile der LEDs sind: Brand­si­cher­heit, da sie den Groß­teil der Energie in Licht und nicht wie bei her­kömm­li­chen Glüh­bir­nen in Wärme ver­wan­deln; gerin­ge­rer Wartungs‐ und Instand­hal­tungs­auf­wand sowie ver­bes­ser­ter Umwelt­schutz durch Lang­le­big­keit und natür­lich den gerin­ge­ren Strom­ver­brauch.

Hierzu einige Zahlen: Ein LED‐Strahler erzeugt im Minimum 68 Lumen/Watt und kann es auf 15.000 Betriebs­stun­den bringen. Eine Glüh­lampe schafft nur 12 Lumen/Watt und lebt etwa 1.000 Betriebs­stun­den.

Eine Inves­ti­tion in solch eine neue Beleuch­tungs­an­lage ist jedoch recht groß. Doch wie ein­gangs erwähnt, muss diese ein Unter­neh­men nicht selbst stemmen. Es kann diese Beleuch­tungs­an­lage auch mieten, etwa von der Deut­schen Licht­miete.

Das hat gleich mehrere Vor­teile:

  • Produkt‐ und Haf­tungs­ri­siko liegen beim Ver­mie­ter.
  • Der Ver­mie­ter kennt die Pro­dukte und weiß, welche sich am Markt bewährt haben, da er schon viele davon instal­liert hat.
  • Zudem ist ein Ange­bots­ver­gleich der ver­schie­de­nen Beleuch­tungs­sys­teme nur von einem Fach­mann zu bewäl­ti­gen.
  • Der Ver­mie­ter hat logi­scher­weise ein Eigen­in­ter­esse, dass die Anlage so weit wie möglich stö­rungs­frei läuft und lange funk­tio­niert.
  • Eine Umrüs­tung in Eigen­re­gie, bei der auf bestehende Anschlüsse neue Systeme auf­ge­setzt werden, kann zum Verlust der Garan­tie führen. Auch hier ist der Ver­mie­ter voll­um­fäng­lich ver­si­chert.
  • Die Nach­in­ves­ti­tion ent­fällt für die gesamte Miet­zeit. Das redu­ziert die Gesamt­kos­ten eben­falls.
  • Der Ver­mie­ter über­nimmt den kom­plet­ten Service.
  • Und das Miet­mo­dell hat keine nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Bilanz­struk­tur des Miet­kun­den.

Leasen wenig vor­teil­haft

Möglich wäre auch das Leasen einer solchen Anlage. Doch hier bleibt die Ver­si­che­rungs­pflicht und das Pro­dukt­ri­siko beim Kunden und nicht beim Lea­sing­ge­ber. Gerade bei moder­nen Tech­no­lo­gien wie den LEDs birgt das große Risiken. Wenn ein Lie­fe­rant bei­spiels­weise nicht mehr exis­tiert und so seinen Pflich­ten zur Män­gel­be­sei­ti­gung nicht nach­kommt bzw. Schäden nicht durch Pro­dukt­haft­pflicht­ver­si­che­run­gen abge­si­chert sind.