Von der VNG verkauft: Ölförder-Plattform im Feld Ivar Aasen. Foto: VNG

Gaskonzern findet Öl in norwe­gi­scher Nordsee

von | 11. April 2018

Manchmal kommt es unver­hofft. Die VNG – Verbundnetz Gas Akti­en­ge­sell­schaft (VNG AG) wird mit eigener Explo­ra­ti­ons­tochter in der norwe­gi­schen Nordsee bei Öl fündig. Ganz so zufällig war der Fund natürlich nicht, ebenso wenig die Mengen, mit denen der Gaskonzern in den nächsten Jahren schwarze Zahlen schreiben will – trotz niedriger Ölpreise am Weltmarkt.

Ein Gespräch mit Hans-​Joachim Polk, Vorstand Infra­struktur /​Technik der VNG AG.

Brenn­stoff­spiegel: War es das ursprüng­liche Ziel, Öl in der Norwe­gi­schen See zu finden?

Hans-Joachim Polk, Vorstand Infrastruktur / Technik der VNG AG. Foto: Urbansky

Hans-​Joachim Polk, Vorstand Infra­struktur /​Technik der VNG AG. Foto: Urbansky

Polk: Es war für VNG und unsere norwe­gische Tochter VNG Norge keine Über­ra­schung. Wir hatten viele Infor­ma­tionen vorliegen, waren also in einem soge­nannten maturen Gebiet unterwegs, in dem klare Erkennt­nisse darüber vorhanden sind, ob und wo Kohlen­was­ser­stoffe vorkommen können. 2007 hat die VNG Norge begonnen, sich erfolg­reich um die Zustellung von Lizenzen durch den norwe­gi­schen Staat zu bewerben. Wir haben also von vorn­herein in einem Gebiet mit guten Fund­chancen für Öl gebohrt. Letztlich haben wir Erdöl und Erdgas gefunden. Ausschlag­gebend für den Erfolg ist, dass man bei dieser Art Lager­stätte nicht zu früh mit der Gasför­derung beginnt, sonst wird die Entölung schwierig. Solange Gas vorhanden ist, ist auch ein für die Ölför­derung ausrei­chend hoher Druck da. Die Gaskappe kann erst sieben bis acht Jahre nach dem Öl gefördert werden.

Was war ausschlag­gebend für den Fund?

Das geolo­gische Konzept – also das Know-​how der Mitar­beiter, eine profes­sio­nelle tech­nische Umsetzung und ein kleines bisschen Glück waren letztlich für den Erfolg verant­wortlich. Bei Explo­ra­ti­ons­boh­rungen ist man nie sicher, ob und wieviel man findet. Diese Bohrungen haben Erfolgs­wahr­schein­lich­keiten von deutlich unter 100 Prozent. Insofern ist es wichtig, ein ausge­wo­genes Portfolio an Explo­ra­ti­ons­pro­jekten zu haben sowie ein ausge­reiftes Konzept zu entwi­ckeln, wenn man fündig geworden ist.

Um welche Felder und Ölmengen handelt es sich?

Die VNG Norge ist derzeit an fünf produ­zie­renden Feldern beteiligt. Feste Eckpfeiler bilden die lang­jährig produ­zie­renden Felder Hyme, Njord, Draugen und Brage. Seit Dezember 2016 gehört das neu erschlossene Öl- und Gasfeld Ivar Aasen dazu. Derzeit sind die VNG Norge und die dänische Tochter VNG Danmark an drei Feldes­ent­wick­lungen beteiligt. Dazu gehören die Felder Bauge, Solsort und Pil & Bue. Insgesamt fördern wir etwa 4.500 Barrel Erdöl­äqui­valent pro Tag. …

Welchen Minimum-​Preis am Weltmarkt muss VNG Norge erzielen, damit die Förderung profi­tabel bleibt?

Mit dem derzei­tigen Preis­niveau können wir gut leben. Seit 2014 und der Zeit nach dem Öl-​Preisverfall haben wir uns zukunfts­fähig aufge­stellt. Bei neuen Projekten verfolgen wir rasch das Ziel, dass die Wirt­schaft­lichkeit auch bei Ölpreisen unter 50 Dollar gegeben ist. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Brenn­stoff­spie­gel. Der voll­stän­dige Beitrag ist nur in der Ausgabe 04/​2018 zu lesen. Zum kos­ten­freien Pro­be­abo geht es hier.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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