Brenn­stoff­la­ge­rung: Nicht nur auf die Füll­menge kommt es an

Unsicherheiten bezogen auf die Aufstellung von Heizöltanks dürften durch die neue AwSV ausgeräumt sein. Foto: Dehoust
Unsicherheiten bezogen auf die Aufstellung von Heizöltanks dürften durch die neue AwSV ausgeräumt sein. Foto: Dehoust

Die Lage­rung für alle Brenn­stoffe ist in Deutsch­land penibel gere­gelt. Ein beson­de­res Augen­merk gilt dabei dem Was­ser­schutz.

Für was­ser­ge­fähr­dende Stoffe gibt es seit dem 1. August 2017 mit der Ver­ord­nung über Anlagen zum Umgang mit was­ser­ge­fähr­den­den Stoffen (AwSV) nun erst­mals eine bun­des­weit ein­heit­li­che Ver­ord­nung, die für Heizöl ange­wen­det werden muss. Auch wenn es keine dra­ma­ti­schen Ver­än­de­run­gen zu den bis­he­ri­gen Ver­ord­nun­gen der Bun­des­län­der gab – eine Erleich­te­rung für Instal­la­teure stellt die neue Ein­heit­lich­keit auf jeden Fall dar. Aller­dings ist Brenn­stoff­la­ger nicht gleich Brenn­stoff­la­ger.

Für ober­ir­di­sche und unter­ir­di­sche Heiz­öl­tanks größer als 1000 l gilt die AwSV seit August ein­heit­lich für alle Bun­des­län­der. „Jetzt gilt eine Fach­be­triebs­pflicht für alle Neu­an­la­gen. Unter Fach­be­trieb wird hier gene­rell der Fach­be­trieb nach Was­ser­haus­halts­ge­setz oder § 62 AwSV ver­stan­den“, erklärt Wolf­gang Dehoust vom gleich­na­mi­gen Tank­bauer die wesent­li­che Neue­rung. SHK-Unternehmen, die Fach­be­trieb sind, müssen alle zwei Jahre den ver­ant­wort­li­chen Betriebs­lei­ter zu einer ent­spre­chen­den und aner­kann­ten Schu­lung schi­cken. Auch die Mit­ar­bei­ter, die mit Wartung oder Einbau der Heiz­öl­tanks befasst sind, müssen regel­mä­ßig geschult werden. Dies kann auch ein Her­stel­ler machen.

Die Fach­be­triebe selbst werden eben­falls alle zwei Jahre ent­we­der durch die Über­wa­chungs­ge­mein­schaft Tech­ni­sche Anlagen der SHK-Handwerke (ÜWG) oder Fach­prü­fer gecheckt. „Im Gesamt­be­reich des Was­ser­rech­tes und der Vor­schrif­ten zur Hei­zöl­la­ge­rung kann man zudem von einem gewis­sen Bestands­schutz spre­chen“, erläu­tert ­Dehoust. „Die Anlagen sind meist nicht zu bean­stan­den, wenn sie den dama­li­gen Vor­schrif­ten ent­spro­chen haben.“ Das gelte aber nicht für alte Grenz­wert­ge­ber. Die müssten umge­rüs­tet oder geprüft werden. Alle Tanks müssten  zukünf­tig mit einem ein­heit­li­chen Inhalts­an­zei­ger aus­ge­stat­tet sein, und die zuläs­sige Befüll­ge­schwin­dig­keit oder das Füll­vo­lu­men soll an der Tank­an­lage ange­bracht sein.

Die Pflich­ten für Anla­gen­be­trei­ber sind eben­falls bun­des­weit ein­heit­lich gere­gelt. Sie sind nun für den ord­nungs­ge­mä­ßen Betrieb zustän­dig. Ähn­li­che Regeln fanden sich zuvor in den Ver­ord­nun­gen der Bun­des­län­der. Was aber gene­rell ver­ein­heit­licht ist: Die Erst­prü­fung der Anlagen muss nun defi­ni­tiv durch einen Sach­ver­stän­di­gen nach AwSV erfol­gen. Das war bisher nicht in allen Bun­des­län­dern so und gilt jetzt auch nach wesent­li­chen Ände­run­gen an der Anlage.

Kein gene­rel­les Verbot von Ölhei­zun­gen in ­Hoch­was­ser­schutz­ge­bie­ten

Die nächste Rechts­norm, von der der Heiz­öl­tank unmit­tel­bar betrof­fen ist, ist das Hoch­was­ser­schutz­ge­setz II. Es wird Anfang 2018 in Kraft treten. Im Gegen­satz zu dem in einigen Medien gemel­de­ten Verbot von neuen Ölhei­zun­gen in Hoch­was­ser­schutz­ge­bie­ten ver­bie­tet es jedoch nur in der gewerb­li­chen Wirt­schaft und in öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen den Einbau einer neuen Ölhei­zung in Gebie­ten, die bei Hoch­was­ser über­schwemmt werden können. Wohn­ge­bäude sind vom Kes­sel­tausch nicht betrof­fen. …


Gekürzt. Geschrie­ben für IKZ. Zum Abo geht es hier. Erschie­nen in 04/2018. Der kom­plette Beitrag ist auch hier online zu lesen.

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