Visualisierung einer digitalen und smart eingebundenen Heizung. Grafik: Buderus

Digi­ta­li­sierte Heizung kann 10 % Heiz­kosten sparen

von | 23. Mai 2018

Ener­gie­kosten werden für die Wohnungs­wirt­schaft immer inter­es­santer. Zwar kommen dafür nach wie vor die Mieter auf. Dennoch ist ener­ge­ti­sches Bauen poli­tische Vorgabe. 

Stehen Sanie­rungs­pro­jekte an oder ein Neubau, sollte mit einge­plant werden, das Heiz­system digital einzu­binden. Das hat mehrere Vorteile, unter anderem den der Kosteneinsparung.

Eine digital einge­bundene Heizung spart Zeit und Geld. Allein die finan­zi­ellen Einspar­po­ten­ziale sind beträchtlich und liegen nach Exper­ten­mei­nungen bei mindestens zehn Prozent – Mieter oder Verwalter müssen dafür nicht einmal tätig sein. …

Doch wie kann man in der Wohnungs­wirt­schaft Heizungs­systeme digital einbinden, so dass Aufwand und Nutzen in der Balance bleiben? Die einfachste Möglichkeit bietet wohl der Leipziger Soft­ware­an­bieter Eigenheim Manager. Mieter müssten dafür die Zähler­stände, die nur in ihrer Wohnung verfügbar sind, mit Hilfe der kostenfrei verfüg­baren App pixelio abfo­to­gra­fieren. Im Hinter­grund werden diese Daten digital verar­beitet und an den Verwalter gemeldet.

Digitale Ther­mo­state einfach zu installieren

Ebenfalls mit wenig Aufwand lassen sich digitale Ther­mo­state an allen Heiz­körpern instal­lieren. Mieter können hier per Touch­screen oder Bedienfeld Wunsch­tem­pe­ra­turen und Zeiten einge-​ben, aber auch Abwe­sen­heiten einstellen, etwa aufgrund von Urlaub oder während der Ar-beitszeit.

Dieser Wechsel lässt sich auch ohne hand­werk­liche Kennt­nisse bewerk­stel­ligen, entweder durch den Haus­meister oder bei entspre­chender Anleitung die Mieter selbst. Dabei wird das mecha-​nische Ventil einfach abgezogen und das digitale etwa mittels Klick­ver­schluss aufge­setzt. Ob alles rich­tig­ge­macht wurde, zeigt dann das Ther­mostat selbst an. …


Geschrie­ben für Die Woh­nungs­wirt­schaft. Der voll­stän­dige Beitrag erschien in der Nummer 05/​2018. Zum Abon­ne­ment der Zeit­schrift Die Woh­nungs­wirt­schaft geht es hier.

Ein Beitrag, wie die Zukunft der Wär­me­netze aus­se­hen könnte, haben meine Energieblogger-​Kollegen von Eco­quent Posi­ti­ons hier ver­fasst.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

1 Kommentar

  1. Jörg

    Wir haben seit kurzem auch eine Kombi­nation aus Infra­rot­heizung und program­mier­barem Ther­mostat. Aber viele wehren sich noch gegen den Umstieg auf eine digi­ta­li­sierte bzw. smarte Heizung. Aus Angst vor Über­wa­chung, wie man immer wieder in den Kommen­taren unter solchen Beiträgen hört. Kann ich nicht nach­voll­ziehen. Es ist eine viel effi­zi­entere Art zu heizen.

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