Foto: IGT

Neue Tutorials für die Gebäudeautomation

von | 16. August 2018

Das Mün­che­ner IGT – Insti­tut für Gebäu­de­tech­no­lo­gie gibt monat­lich Tipps heraus, mit denen Mietern, Ver­wal­tern und TGA-​Verantwortlichen die Steue­rung der Haus­tech­nik leicht gemacht werden soll. Im Juli nun ergänzten die Wis­sen­schaft­ler ihre Tuto­ri­als zur Gebä­ude­au­to­ma­tion, über die wir schon hier berichtet hatten.

Der Aufbau eines Controllers mit html5-​basierter Visua­li­sierung und Anbindung an einen Cloud-​Dienst als Beispiel für die Umset­zungen von zuneh­menden Anfor-​derungen an „Smart Buildings“.

Visua­li­sierung und Cloud-Anbindung

Früher war alles ganz einfach. Ein Controller der Gebäu­de­au­to­mation wurde einmal program­miert und konnte relativ autark sei-​nen Dienst machen. Variablen wurden lokal verwaltet und eine Über­wa­chung erfolgte über spezi-​elle Soft­ware­pro­dukte – meist instal­liert auf entspre­chenden Computern der entspre­chend ge-​schulten und einge­wie­senen Gebäu­de­be­treiber (Facility Manager).
Mit dem Wandel von Gebäuden zu „Smart Buildings“ kommen zwei große zusätz­liche Anforde-​rungen an Controller hinzu.

Zum einen nimmt der Bedarf zu, dass Controller Visua­li­sie­rungs­seiten zur Verfügung stellen, die von belie­bigen Endge­räten aufge­rufen und bedient werden können. Das Stichwort hierzu heißt „html5“. Der Vorteil ist, dass man mit belie­bigen Smart­phones oder Tablets den Status der Gebäu­de­au­to­mation sehen bzw. verwalten kann. Damit kann man auch z.B. „normalen“ Büro­nutzern Zugriff auf z.B. Raum­au­to­ma­ti­ons­funk­tionen einrichten.

Das heißt nicht, dass nun tatsächlich jeder im Gebäude auf den Controller zugreifen kann und machen kann, was man will. Es müssen natürlich auch noch perso­nen­be­zogene Zugriffs­rechte einge­richtet werden. Aber die tech­nische Möglichkeit einer Visua­li­sierung auf belie­bigen End-​geräten und somit auch von belie­bigen Orten muss von modernen Controllern unter­stützt wer-den.

Zum anderen nimmt der Trend zu, dass Controller Daten mit einer cloud­ba­sierten Anbindung austau­schen. Dies, um bei mehreren Liegen­schaften eine ganz­heit­liche Ebene zur Visualisie-​rung und Verwaltung aller Liegen­schaften zu haben. Zum anderen erlauben cloud-​basierte Dienste weitere Auswer­tungen bzw. auch die Anbindung an weitere IT-​basierte Systeme wie Daten­banken, Raumbuchungs- oder Ener­gie­ma­nage­ment­systeme. Auch hier gilt: Nicht jeder Controller sollte alle Daten in die Cloud senden. Aber die tech­nische Möglichkeit sollte grund-​sätzlich gegeben sein, um je nach Liegen­schaft den Grad der Nutzung indi­vi­duell entscheiden zu können.

Aus diesem Grunde wurden die Tutorials um ein weiteres ergänzt. Exem­pla­risch wurde ein Aufbau mit einem Controller der Fa. WAGO Kontakt­technik GmbH & Co. KG verwendet. Kernfokus waren die erwähnten Aspekte der html5-​Visualisierung und Anbindung an einen cloud-​basierten Dienst. Trotzdem werden auch in diesem Ergänzungs-​Tutorial die Einbindung von Feldbussyste-​men wie RS485, M‑Bus, DALI etc. behandelt.

Das Tutorial ist ab sofort Teil der bishe­rigen Skript-​Sammlung. Diese finden sich hier.

Der Tipp des Monats des IGT kann hier abon­niert werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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