Neue Tuto­ri­als für die Gebäu­de­au­to­ma­tion

Foto: IGT
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Das Mün­che­ner IGT – Insti­tut für Gebäu­de­tech­no­lo­gie gibt monat­lich Tipps heraus, mit denen Mietern, Ver­wal­tern und TGA‐Verantwortlichen die Steue­rung der Haus­tech­nik leicht gemacht werden soll. Im Juli nun ergänz­ten die Wis­sen­schaft­ler ihre Tuto­ri­als zur Gebä­ude­au­to­ma­tion, über die wir schon hier berich­tet hatten.

Der Aufbau eines Con­trol­lers mit html5‐basierter Visua­li­sie­rung und Anbin­dung an einen Cloud‐Dienst als Bei­spiel für die Umset­zun­gen von zuneh­men­den Anfor‐derungen an „Smart Buil­dings“.

Visua­li­sie­rung und Cloud‐Anbindung

Früher war alles ganz einfach. Ein Con­trol­ler der Gebäu­de­au­to­ma­tion wurde einmal pro­gram­miert und konnte relativ autark sei‐nen Dienst machen. Varia­blen wurden lokal ver­wal­tet und eine Über­wa­chung erfolgte über spezi‐elle Soft­ware­pro­dukte – meist instal­liert auf ent­spre­chen­den Com­pu­tern der ent­spre­chend ge‐schulten und ein­ge­wie­se­nen Gebäu­de­be­trei­ber (Faci­lity Manager).
Mit dem Wandel von Gebäu­den zu „Smart Buil­dings“ kommen zwei große zusätz­li­che Anforde‐rungen an Con­trol­ler hinzu.

Zum einen nimmt der Bedarf zu, dass Con­trol­ler Visua­li­sie­rungs­sei­ten zur Ver­fü­gung stellen, die von belie­bi­gen End­ge­rä­ten auf­ge­ru­fen und bedient werden können. Das Stich­wort hierzu heißt „html5“. Der Vorteil ist, dass man mit belie­bi­gen Smart­pho­nes oder Tablets den Status der Gebäu­de­au­to­ma­tion sehen bzw. ver­wal­ten kann. Damit kann man auch z.B. „nor­ma­len“ Büro­nut­zern Zugriff auf z.B. Raum­au­to­ma­ti­ons­funk­tio­nen ein­rich­ten.

Das heißt nicht, dass nun tat­säch­lich jeder im Gebäude auf den Con­trol­ler zugrei­fen kann und machen kann, was man will. Es müssen natür­lich auch noch per­so­nen­be­zo­gene Zugriffs­rechte ein­ge­rich­tet werden. Aber die tech­ni­sche Mög­lich­keit einer Visua­li­sie­rung auf belie­bi­gen End‐geräten und somit auch von belie­bi­gen Orten muss von moder­nen Con­trol­lern unter­stützt wer‐den.

Zum anderen nimmt der Trend zu, dass Con­trol­ler Daten mit einer cloud­ba­sier­ten Anbin­dung aus­tau­schen. Dies, um bei meh­re­ren Lie­gen­schaf­ten eine ganz­heit­li­che Ebene zur Visualisie‐rung und Ver­wal­tung aller Lie­gen­schaf­ten zu haben. Zum anderen erlau­ben cloud‐basierte Dienste weitere Aus­wer­tun­gen bzw. auch die Anbin­dung an weitere IT‐basierte Systeme wie Daten­ban­ken, Raumbuchungs‐ oder Ener­gie­ma­nage­ment­sys­teme. Auch hier gilt: Nicht jeder Con­trol­ler sollte alle Daten in die Cloud senden. Aber die tech­ni­sche Mög­lich­keit sollte grund‐sätzlich gegeben sein, um je nach Lie­gen­schaft den Grad der Nutzung indi­vi­du­ell ent­schei­den zu können.

Aus diesem Grunde wurden die Tuto­ri­als um ein wei­te­res ergänzt. Exem­pla­risch wurde ein Aufbau mit einem Con­trol­ler der Fa. WAGO Kon­takt­tech­nik GmbH & Co. KG ver­wen­det. Kern­fo­kus waren die erwähn­ten Aspekte der html5‐Visualisierung und Anbin­dung an einen cloud‐basierten Dienst. Trotz­dem werden auch in diesem Ergänzungs‐Tutorial die Ein­bin­dung von Feldbussyste‐men wie RS485, M‐Bus, DALI etc. behan­delt.

Das Tuto­rial ist ab sofort Teil der bis­he­ri­gen Skript‐Sammlung. Diese finden sich hier.

Der Tipp des Monats des IGT kann hier abon­niert wer­den.