Wis­sens­wer­tes über Solar­kre­dite

Solarthermie und Photovoltaik müssen sich nicht ausschließen. Sie können sich hervorragend bei der Eigenversorgung eines Hauses ergänzen. Foto: Urbansky PV. Solarthermie, Sonnenkraft, Heizung
Solarthermie und Photovoltaik kann man finanzieren und fördern lassen. Foto: Urbansky

Wer auf dem Dach seines Ein‐ oder Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses eine Photovoltaik‐ oder Solar­ther­mie­an­lage instal­lie­ren lässt, tätigt damit eine Inves­ti­tion in die Zukunft. Mit diesen inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien wird nicht nur die Umwelt geschont, sondern dank der garan­tier­ten Ein­spei­se­ver­gü­tung ist eine solche Maß­nahme auch ein öko­no­mi­scher Gewinn. Aller­dings sind die Kosten für die Anschaf­fung und Instal­la­tion nicht unbe­trächt­lich. Bau­her­ren, die sie nicht mit eigenen Mitteln finan­zie­ren können, haben aber die Mög­lich­keit, einen güns­ti­gen Solar­kre­dit zu erhal­ten.

För­de­rung durch die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau

Bislang bieten nur wenige Kre­dit­in­sti­tute spe­zi­elle Kredite für Solar­an­la­gen und andere umwelt­freund­li­che Tech­no­lo­gien an, erklä­ren die Exper­ten von Netz­kre­dit. Eines der ersten war die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW). Da sie als Anstalt des öffent­li­chen Rechts damit beauf­tragt ist, Maß­nah­men zum Umwelt­schutz sowie erneu­er­bare Ener­gien zu fördern, hat die KfW ein umfas­sen­des För­der­kon­zept ent­wi­ckelt.

Dabei sind nicht nur Photovoltaik‐ und Solar­ther­mie­an­la­gen för­der­fä­hig, sondern auch Solarstrom‐Speicher und Wär­me­pum­pen. Solar­kre­dite der KfW unter­schie­den sich von den regu­lä­ren Kre­di­ten anderer Kre­dit­ge­ber dadurch, dass kein Eigen­ka­pi­tal benö­tigt wird. Außer­dem muss der Solar­kre­dit in den ersten drei Jahren nach der Kre­dit­ver­gabe nicht getilgt werden. Als Sicher­heit dient dabei vor allem die Ein­spei­se­ver­gü­tung. Nur wenn die Kre­dit­summe einen bestimm­ten Betrag über­schrei­tet, erfolgt auch ein Grund­buch­ein­trag.

Wenn Sie Kredite ver­glei­chen, fällt auf, wie unge­wöhn­lich varia­bel bei einem Solar­kre­dit der KfW die Zinsen sind, denn deren Höhe hängt nicht nur von der Bonität des Kre­dit­neh­mers ab, sondern wird auch ent­spre­chend der Markt­lage immer wieder ange­passt. Ver­mit­telt wird ein Solar­kre­dit der KfW über die jewei­lige Haus­bank des Kre­dit­neh­mers. Diese ist auch für die Prüfung der Bonität zustän­dig.

Andere Solar­kre­dite

Nachdem das Bei­spiel der KfW Schule gemacht hat, haben sich in den letzten Jahren auch einige weitere öko­lo­gisch oder sozial ori­en­tierte Kre­dit­in­sti­tute dazu ent­schlos­sen, Solar­kre­dite anzu­bie­ten. Da sich diese in den Kon­di­tio­nen von dem Angebot der KfW deut­lich unter­schei­den können, ist es sinn­voll, vor einem Ver­trags­ab­schluss die ent­spre­chen­den Kredite zu ver­glei­chen.

Grund­sätz­lich aber sind bei diesen Solar­kre­di­ten die Rah­men­be­din­gun­gen güns­ti­ger als bei her­kömm­li­chen Bau­dar­le­hen. Die Süd‐West‐Kreditbank ori­en­tiert sich bei­spiels­weise an dem Solar­för­der­pro­gramm der KfW, beschränkt die Kre­dit­summe aber auf EUR 100.000. Im Unter­schied zum Solar­kre­dit der KfW sind bei der SWK Son­der­til­gun­gen möglich und es kann auch ein fester Zins­satz ver­ein­bar werden. Während sich die meisten Solar­kre­dite an private Bau­her­ren richten, können sich Firmen an die Umwelt­bank wenden. Diese akzep­tiert dabei die Solar­an­lage als Sicher­heit.

Falls aus­rei­chend Eigen­ka­pi­tal vor­han­den ist, kommt auch die genos­sen­schaft­lich aus­ge­rich­tete GLS Bank für ein solches Dar­le­hen in Frage. Diese ver­zich­tet im Gegen­zug auf einen Grund­buch­ein­trag. Außer­dem kann die Erstat­tung der Mehr­wert­steuer für eine Zwi­schen­fi­nan­zie­rung genutzt werden. Mehrere Bau­spar­kas­sen haben inzwi­schen eben­falls Finan­zie­rungs­mo­delle für Solar­an­la­gen im Pro­gramm, nennen diese aber meist nicht Solar­kre­dit.

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