Las Vegas Casinos pro­du­zie­ren Strom mit der Sonne

Von der Stromschleuder zur US-Ökostrom-Hauptstadt: Las Vegas. Foto: sgruendling / pixelio.de
Von der Stromschleuder zur US-Ökostrom-Hauptstadt: Las Vegas. Foto: sgruendling / pixelio.de

Über dem glü­hen­den Eif­fel­turm ver­bor­gen, Neon‐Resort‐Markisen und einer schwarze Pyra­mide, die einen Licht­strahl in den Welt­raum strahlt, ist eines der größten Solar­an­la­gen auf dem Dach des Landes. Auf dem Man­da­lay Bay Con­ven­tion Center befin­den sich 20 Hektar Son­nen­glas und wenn die neuen Instal­la­tio­nen abge­schlos­sen sind, werden sie zu den größten Solar­an­la­gen auf dem Dach in den USA.

In den letzten Monaten haben drei der größten Casino‐Unternehmen in Nevada — MGM Resorts, Wynn und Las Vegas Sands — Pläne ange­kün­digt, mehr erneu­er­bare Energie für ihre Hotels zu kaufen und zu pro­du­zie­ren. Dies ist sowohl auf die stei­gende Nach­frage nach ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Ener­gie­nut­zung der Unter­neh­men zurück­zu­füh­ren. Aber über dem Las Vegas Strip lauert ein großer Schat­ten. Die Auf­sichts­be­hör­den lassen die Casinos nicht einfach vom staat­li­chen Ener­gie­ver­sor­ger NV Energy weg.

Für viele Leute ist Las Vegas die einzige Stadt der Unter­hal­tung. Die schil­lernde Stadt in der Wüste des US‐Bundesstaates Nevada lässt keine Wünsche offen: Riesige The­men­parks, schicke Luxus­ho­tels, unzäh­lige Casinos, beein­dru­ckende Zau­ber­shows und Kon­zerte von Welt­stars ziehen mehr als 30 Mil­lio­nen Besu­cher aus der ganzen Welt an Jahr. Wun­de­rino ist zwar kein Vegas, aber dank dieses Online‐Casinos können Sie einen Trip nach Vegas gewin­nen und sich selbst von den Solar­an­la­gen über­zeu­gen und vom Macht­drama und dem Dilemma.

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Das Macht­drama und das Dilemma

Zusam­men machen die 15 Lie­gen­schaf­ten der Casinos 7% des Strom­ab­sat­zes von NV Energy aus, und wenn diese Ein­nah­men ver­lo­ren würden, müssten die ver­blei­ben­den Kunden erheb­li­che Zins­stei­ge­run­gen hin­neh­men. Aus diesem Grund fordert die PUC (Public Utility Com­mis­sion) von Nevada, dass die Resorts für das Ver­las­sen der Dienst­leis­tun­gen von NV Energy Dut­zende Mil­lio­nen Dollar zahlen müssen. Diese Ent­schei­dung wurde im Dezem­ber 2015 von einem Casino ange­foch­ten.

Das Macht­drama von Las Vegas ist ein anhal­ten­des Dilemma in der neuen Ener­gie­wirt­schaft. Die Unter­neh­men wurden zwar ermu­tigt, umwelt­freund­lich zu sein, aber ihre Bemü­hun­gen tragen die Last der Sub­ven­tio­nie­rung der alten Ver­sor­gungs­sys­teme auf die End­ver­brau­cher, die von den Auf­sichts­be­hör­den nicht zuge­las­sen werden können. Im Dezem­ber zer­störte der drei­köp­fige PUC von Nevada eine auf­stre­bende Solar­in­dus­trie auf dem Dach, indem er der Auf­for­de­rung von NV Energy zustimmte, die Rate, mit der die Solar­be­nut­zer für über­schüs­sige Energie, die sie ins Netz bringen, ent­schä­digt werden, dras­tisch zu senken.

MGM Resorts hat die Gewinne der Ener­gie­ver­sor­ger bereits durch ehr­gei­zige Ener­gie­ein­spa­run­gen beein­träch­tigt. Neben dem Bau einer Solar­an­lage, die stark genug ist, um 1.000 Haus­halte für ein Jahr zu betrei­ben, ersetzt das Unter­neh­men 1,3m Glüh­lam­pen in seinen Immo­bi­lien durch LEDs.

Um jedoch mehrere Tausend‐Zimmer‐Resorts zu betrei­ben, in denen Nacht­clubs, Pools, Theater und mit Spiel­au­to­ma­ten gefüllte Casinos unter­ge­bracht sind, wären mehr Son­nen­kol­lek­to­ren erfor­der­lich, als die Unter­neh­men auf dem Dach Platz haben. Sie schlie­ßen sich daher einem Trend an, bei großen Ener­gie­ver­brau­chern, Strom außer­halb des Ver­sor­gungs­sys­tems zu kaufen.

Wenn sich die Res­sorts ent­schei­den, sich von NV Energy zu trennen, kostet es sie immer noch zusam­men 126,5 Mil­lio­nen US‐Dollar. Dies ist ein vom PUC fest­ge­leg­ter Preis, den sie für not­wen­dig hält, um einen Anstieg der Ver­brau­cher­preise zu ver­hin­dern und den Ver­sor­ger für Ver­luste bei Kraft­wer­ken zu ent­schä­di­gen und andere Ver­mö­gens­werte, die im Hin­blick auf die Casino‐Nachfrage gekauft wurden. Die Resorts haben sich darüber beschwert, dass diese »Aus­tritts­ge­bühr« zu hoch ist — und viel­leicht sogar illegal.

Summary: MGM Resorts Inter­na­tio­nal plant, seinen beträcht­li­chen Anteil am Strip mit einem spe­zi­el­len Solar‐Array zu ver­sor­gen, das in den 13 Las Vegas‐Casinos des Unter­neh­mens bis zu 90 Prozent des Tages­be­darfs decken kann. MGM Resorts arbei­tet mit dem in Chicago ansäs­si­gen erneu­er­ba­ren Ent­wick­ler Inve­nergy zusam­men, um eine neue 100‐Megawatt‐Photovoltaikanlage zu schaf­fen, die im Jahr 2020, etwa 25 Meilen nord­öst­lich von Las Vegas, online gehen soll. Laut einer gemein­sa­men Erklä­rung von MGM Resorts und Inve­nergy wird erwar­tet, dass das Projekt während der Bau­phase rund 350 t.Personal beschäf­ti­gen und Umsatz‐ und Grund­steu­er­ein­nah­men in Höhe von rund 20 Mil­lio­nen US‐Dollar erzie­len wird. Auch die Stadt Las Vegas plant, die städ­ti­schen Gebäude, Feu­er­wa­chen, Stadt­parks und Stra­ßen­la­ter­nen bis zu 100% mit erneu­er­ba­rer Energie zu ver­sor­gen. Damit wäre Las Vegas die größte US‐Stadt, die ein solches Ziel erreicht. Um die PUC‐Zulassung zu erhal­ten, musste sie jedoch ver­spre­chen, den größten Teil des Stroms von einer NV Energy‐Solaranlage in der Nähe von Boulder City zu bezie­hen. Aber dort wo es Pläne gibt, gibt es wie immer jeman­den, der im Weg steht. Wir werden weiter berich­ten.