Bleibatteriespeicher zur Netzstabilisierung bei einer Quartierslösung. Diese Variante nahe Augsburg speist auch überschüssigen PV-Strom aus dem Quartier mit ein. Frank Urbansky

Große Batte­rie­speicher dienen der Netzstabilität

von | 21. Oktober 2020

Große Batte­rie­speicher könnten die fluk­tu­ie­renden Angebote von Wind- und Sonnen­en­ergie ausgleichen. Praxis­er­probt sind sie schon heute. Doch sie dienen vor allem der Netzstabilisierung.

Will man das schwan­kende Angebot an Wind- und Sonnen­en­ergie zumindest tageweise hin zu den Lasten verschieben, braucht es geeig­neter Spei­cher­medien. Das könnten Groß­speicher sein, die entweder klassisch wie Auto- oder Trak­ti­ons­bat­terien auf Metall­basis, etwa Lithium, Natrium oder Blei, herge­stellt werden, oder aber auf der Basis von Polymeren wie bei der Redox-​Flow-​Technologie. Alle diese Lösungen sind schon praxisreif. Zum Einsatz kommen sie jedoch nicht in diesem Bereich, sondern in einem anderen. „Beispiele für Weiter­ver­wen­dungs­sze­narien mit sehr kurzen Entla­de­längen von unter zwei Minuten sind der Einsatz der Batte­rie­speicher als Groß­speicher beim Strom­erzeuger zum Zweck der Frequenz­re­gu­lierung oder als Haus­speicher beim Endver­braucher zur Verbes­serung der Span­nungs­qua­lität”, beschreiben dies die Springer Vieweg-​Autoren Sebastian Bräuer und Alexander Stieger in ihrem Buch­ka­pitelt End-​of-​Life-​Strategien für Trak­ti­ons­bat­terien auf Seite 69.

Ein erstes Projekt in Europa startete Tesla. Der ameri­ka­nische E‑Auto-​Pionier baute 2018 in Belgien aus 140 Akkus eine 18,2 MW leistende Batterie, die zur Stabi­li­sierung des natio­nalen Netzes von 50 Hertz beiträgt. Dafür ist eine Gesamt­leistung von 81 MW nötig. Für Groß­bri­tannien ist ein ähnliches Projekt geplant. …


Gekürzt. Geschrie­ben für Sprin­ger Pro­fes­sio­nal. Der kom­plette Beitrag ist hier zu lesen.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
Poten­ziale von Smart Metern

Poten­ziale von Smart Metern

Der Smart-Meter-Roll-out rollt, wenn auch schleppend. Bei explodierenden Energiepreisen bietet er die Chance, nicht nur die Stromverbräuche effizient zu überwachen, sondern auch die Wärme. Das beweisen zahlreiche bereits realisierte Projekte. Nachdem der für 2017...

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Ein stabiler Strom­preis bei Null Emis­sionen ist möglich

Die Wärmepumpe wird die Heiztechnologie der Zukunft sein – auch in Gewerbeimmobilien. Der Wärmepumpengipfel Ende Juni, der von der Bundesregierung initiiert wurde, lässt daran kaum Zweifel aufkommen. Die Wärmepumpe an sich ist jedochnicht klimaneutral – der...

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Heizöl, Diesel und LPG im Katastrophenschutz

Dezentral anwendbare Energien helfen auch in Katastrophenfällen. Ein Brennstofftank und ein Aggregat sind schnell am Schadensort installiert und können Strom und Wärme liefern. Flüssige Brennstoffe sind dabei unentbehrlich – und werden das auch in Zukunft sein....

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Wie ein moderner Brand­schutz funktioniert

Rauchmelder sind in Wohngebäuden Pflicht. Idealerweise werden sie mit Sprinkleranlagen und Rauchabzugsanlagen automatisiert gekoppelt. Auch automatisierte Alarmauslösung und Fehlalarm-Check mittels Kameras könnten zum Standard gehören und Schäden am Bauwerk...