Keine Inves­tition, die höhere Entro­pie­pro­duktion verursacht!“

von | 19. April 2024

Die Entropie, also die nicht mehr nutzbare Energie, wird bisher bei der Diskussion tech­no­lo­gi­scher Ansätze zur Reduktion der CO2-Konzen­tration viel zu wenig beachtet. Im Interview erklärt Springer-​Autor Dr. Bernhard Weßling, warum eine Orien­tierung an den Leit­sätzen des Zweiten Satzes der Ther­mo­dy­namik und damit an der Entropie zwingend erfor­derlich ist.

sprin​ger​pro​fes​sional​.de: Sie machen in drei Artikeln den Vorschlag, Entropie als quan­ti­ta­tives Kriterium für „Nach­hal­tigkeit“ zu verwenden. Warum das, und wie würden Sie das Wesen der Entropie in einem Satz beschreiben?

Bernhard Weßling: Der Begriff „Nach­hal­tigkeit“ wird inzwi­schen infla­tionär verwendet, alles ist plötzlich nach­haltig, ohne dass dies begründet, über­prüfbar, geschweige denn messbar wäre. Diese Lücke kann „Entropie“ füllen: Entropie ist nieder­wertige (also: nicht mehr nutzbare) Energie, ein Maß für den Effi­zi­enz­verlust eines Prozesses, eines Verfahrens, mit dem wir ein Produkt herstellen oder mit dem wir etwas anderes erreichen. Je höher die Entropie, desto geringer ist der Wirkungsgrad, desto höher sind die Verluste, die nicht nutzbar oder sogar schädlich sind.

Inwieweit ist die Entropie für die Umstellung der Ener­gie­wirt­schaft auf erneu­erbare Energien von Bedeutung?

Mit Hilfe der Entropie können wir eine quan­ti­tative Aussage darüber treffen, wie effizient uns bestimmte Maßnahmen in die gewünschte Richtung bringen und ob wir viel­leicht irgendwo unbewusst mehr Schaden anrichten, als wir an positiven Effekten erzielen. Wir können also nicht immer nur auf „Klima­neu­tra­lität“ oder „CO2-​Freiheit“ schauen, ohne gleich­zeitig auch die Biodi­ver­sität im Auge zu behalten oder gar auf den Zusam­menhalt der Gesell­schaft zu achten. …


Gekürzt, Geschrieben für Sprin­ger­Pro­fes­sinal. Der komplette Beitrag kann hier gelesen werden.

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

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