Zwar ist Offshore-Wind fast grundlastfähig, weil über dem Wasser immer ein Lüftchen weht. Doch auch hier sind genaue Prognosen der Windstärke und Windrichtung nötig, um die Erträge genau einschätzen zu können. Foto: Urbansky

2015: Erneu­erbare erzeugen 30 % Strom

von | 21. Dezember 2015

2015 werden die Erneu­er­baren rund 30 % zum deutschen Strommix beitragen und damit etwas mehr als 4 % gegenüber dem Vorjahr. Das ergaben die ersten Schät­zungen des BDEW. Der Verband sieht die Ursachen für die erneute Stei­gerung im weiteren Anla­gen­zubau und in den günstigen Witte­rungs­ver­hält­nissen mit reichlich Sonne und viel Windlast. Insgesamt stieg die Brut­to­strom­erzeugung 627,8 Mrd. kWh im vorigen Jahr auf 647,1 Mrd. Kwh.

Hier die Zahlen nach Erzeugung im Einzelnen:

Quelle/Daten: BDEW

Den Boom bei den Erneu­er­baren machten insbe­sondere die Windkraft an Land möglich. Sie steuert allen 12 % zum gesamten Strommix bei. Das sind etwas mehr als 3 % gegenüber 2014. Wind auf See liebt zwar bei nur 1,3 %. Jedoch machte diese einen riesigen Sprung von zuvor nur 0,2 %). Photo­vol­ta­ik­an­lagen produ­zierten ebenfalls mehr Strom als im Vorjahr und liegen aktuell bei 5,9 %, das sind 0,2 % mehr als zuvor. 

Biomasse ging mi 6,8 % minimal zurück, ebenso Wasser­kraft mit 3,0 %. In absoluten Zahlen stieg die Strom­erzeugung aus Erneu­er­baren Energien von 162,5 auf 194,1 Mrd. kWh Nach Schät­zungen der Arbeits­ge­mein­schaft Ener­gie­bi­lanzen liegt der Anteil der Erneu­er­baren am gesamten Ener­gie­ver­brauch nunmehr bei 12,6 % und stige damit gegenüber 2014 um 1,1 % an.

Rück­läufig ist die Verstromung von Fossilen wie Kohle und Erdgas sowie die Kern­energie. Braun­koh­le­kraft­werke kamen auf einen Anteil an der Strom­erzeugung von 24 % (24,8). Stein­koh­le­kraft­werke trugen 18,2 % (18,9) bei. Der Anteil von Kern­energie liegt bei 14,1 % (15,5). Der Anteil von Erdgas an der Strom­erzeugung sank erneut und zwar drastisch von 9,7 % auf 8,8 %.

Vorschaubild: Legte 2015 stark zu – Offshore- Windkraft. Foto: Urbansky

Frank Urbansky

Freier Jour­na­list und Fach­au­tor, unter anderem für die Fach­ma­ga­zine und Portale Brenn­stoff­spie­gel, Uniti; DW Die Woh­nungs­wirt­schaft und Immo­bi­li­en­wirt­schaft; Haufe-Lexware; Energie&Management; IVV, Huss Medien; Motor­tech­ni­sche Zeit­schrift und Sprin­ger­Pro­fes­sio­nal; Sprin­ger Fachverlag; SHK Profi und tab, Bau­ver­lag; stadt+werk, k21

0 Kommentare

EnWiPo
EnWiPo
„Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Eine Wärme­pumpe kann zumeist allen das Gebäude beheizen”

Interview mit Johannes Kretschmar, Experte für Monitoring und Wärmepumpensysteme im Fachbereich Klimaneutrale Gebäude bei der dena. Wie groß ist das Potenzial der Kombination aus Wärmepumpe und Photovoltaik im Bestand? Das Potenzial ist erheblich. Wärmepumpen...

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

Poten­ziale von weißem Wasser­stoff äußerst begrenzt

In der Farbsystematik des Wasserstoffs taucht auch die Farbe Weiß auf: Sie steht für natürlich entstehenden Wasserstoff, der theoretisch energetisch genutzt werden könnte. Die damit verbundenen Erwartungen sind groß. Doch bei näherer Betrachtung erweisen sich die...

Biomethan als besten Option

Biomethan als besten Option

Für den Betrieb von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK) mit erneuerbaren Gasen kommen Biomethan oder grüner Wasserstoff in Betracht. Beide Optionen bringen jedoch spezifische Herausforderungen mit sich. Rund 60 Gigawatt (GW) der installierten Kraftwerksleistung in...

Was funk­tio­niert, was sich rechnet

Was funk­tio­niert, was sich rechnet

Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen gehören zu den zentralen Kombinationen, um auch im Gebäudebestand künftig klimaneutral zu heizen. Die Photovoltaik ist heute günstiger und technologisch ausgereifter als je zuvor. Herausforderungen bestehen vor allem beim...